Krieg und Frieden
Seine Musik beackerte nie immer nur ein Feld im Kosmos der elektronischen Musik – ob solo oder in Kollaborationen mit Ellen Allien oder Modeselektor als Moderat. Anfang letzten Jahres hatte sich Sascha Ring aka Apparat dem Theater zugewandt, als er von Sebastian Hartmann, einem Innovator des deutschsprachigen Gegenwartstheaters, eingeladen wurde, eine Bühnenadaption von Tolstois „Krieg und Frieden“ für die Ruhrfestspiele in Recklinghausen zu vertonen. Ein unterfangen, das ihm Anfangs Kopfzerbrechen bereitete, musste er doch komplett anders an die Sache herangehen, wie er es sonst gewohnt war. „Bei einem Album wäre das so, wie wenn die Band nur mit einem Konzept oder einer Idee im Hinterkopf anfängt zu jammen. Das ist überhaupt nicht meine Arbeitsweise. Ich gehe sehr vorbereitet ins Studio. Ich überlege mir, wie was klingen soll, was in meine Toolbox reinkommt und sammle Skizzen.“
Ring spielte die Musik schließlich – die nächste Überraschung – live zur Aufführung. Ebenfalls ein Umstand, der ihn anfangs etwas verwirrte, aus dem er aber letztlich äußerst ergiebige Erfahrungen ziehen konnte.
Eigentlich sollte das Projekt mit der letzten Ausführung beendet sein, aber zusammen mit dem Cellisten Philipp Timm und dem Violinist Christoph Hartmann beschloß er, das Material weiterzuentwickeln, um es schließlich als Album zu veröffentlichen. Und so wird nun „Krieg und Frieden (Music for Theatre)“ am 15. Februar auf Mute Records veröffentlicht.

Später im Jahr werden wir dann wieder neues Material von Moderat erwarten können, eine entsprechende kurze Meldung lancierten jüngst Modeselektor.

Tracklist:
01 44
02 44 (Noise Version)
03 Light On
04 Tod
05 Blank Page
06 PV
07 K&F Thema (Pizzicato)
08 K&F Thema
09 Austerlitz
10 A Violent Sky

www.apparat.net