Von allen TB-303-Nachbauten war die Audiorealism Bassline von Anfang das beliebteste Plug-in. Das liegt nicht zuletzt daran, dass selbst Acid-Veteranen in Blindtests keinen Unterschied feststellen konnten. Doch es gibt kaum einen Software-Entwickler, der es bei dem bloßen Nachbau eines Vintage-Klassiker belässt. Und so kommt es, dass nun das Update 3.3.0 ansteht. Ein obligatorischer Schritt, der langsam aber sicher bei den meisten Musiksoftwares zu erkennen sein wird, ist natürlich die Unterstützung für den M1-Prozessor von Apple. Viel wichtiger ist aber, dass ein weiterer Synth-Engine zu den zwei bestehenden dazukommt. Damit hat man drei Interpretationen des 303-Sounds in einem Tool, die man auch während laufender Aufnahme umschalten kann. Die neue “Defects”-Funktion bringt humanisierende Fehler in die Accent- und Slide-Parameter und sorgt dort für kleine, charmante Änderungen. Wer die Bassline 3 über den internen Sequenzer bedienen möchte, hat jetzt einerseits neue Shuffle-Modi, nämlich die der MPC, zur Hand. Andererseits kann man den Sequenzer nun mit dem hundertprozentig gleichen Workflow wie bei der originalen TB-303 bedienen. Als letzte Änderung können nun auch Patterns vom günstigsten Hardware-Klon der 303, der Behringer TD-3, über den Wave-Analyzer importiert werden.

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Aus dem FAZEmag 115/09.21