
Während im klassischen Musikunterricht meist Notenlehre und Instrumente im Mittelpunkt stehen, geht eine Schule in Chemnitz neue Wege: Dort bringt der DJ und Lehrer Dirk Duske Schülerinnen und Schülern das Auflegen bei – und zwar ganz traditionell auf Vinyl. Mit diesem Ansatz knüpft er an ein Konzept an, das viele Jahre in Vergessenheit geraten war: die Schuldisko.
Früher gehörten Schuldisko-Abende an vielen Schulen zum festen Bestandteil des Schullebens. Sie boten Jugendlichen die Möglichkeit, erste Ausgeh-Erfahrungen in einem geschützten Umfeld zu sammeln und stärkten gleichzeitig die Gemeinschaft innerhalb der Schule. Häufig legten DJs oder sogar Schüler:innen selbst auf und gestalteten die musikalische Atmosphäre des Abends.
Gemeinsam mit den Partnern AlphaTheta, Technics und Ortofon setzt sich Duske nun dafür ein, die Kunst des DJings wieder stärker an junge Generationen zu vermitteln und die Tradition der Schuldisko neu zu beleben. Ziel der Initiative ist es, Musik nicht nur theoretisch zu vermitteln, sondern kreativ erlebbar zu machen und Jugendliche aktiv an Club- und Musikkultur heranzuführen.
Gerade in einer Zeit, in der vielerorts vom Clubsterben gesprochen wird und sich das Ausgehverhalten verändert, gewinnt die Förderung musikalischer Subkulturen im Bildungsbereich zunehmend an Bedeutung. Projekte wie dieses zeigen, dass musikalische Gemeinschaftserlebnisse nicht ausschließlich in Clubs stattfinden müssen – entscheidend sind vor allem Musik, Kreativität und das gemeinsame Erlebnis.
Weitere Informationen und Eindrücke aus dem Projekt sind in der ARD Mediathek verfügbar.
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