Avalon Emerson – Die Ex-Berghain-Resident ist zurück mit einem neuen Album

Mit „Written Into Changes“ legt Avalon Emerson das zweite Album unter dem Banner Avalon Emerson & The Charm vor – und formuliert darin so etwas wie ein künstlerisches Selbstverständnis. Der Titel ist Programm: Wandel wird hier nicht als Bruch, sondern als fortlaufender Prozess begriffen. Fünf Jahre zwischen Berlin, Los Angeles und New York, zwischen DJ-Booth und Studiosessions, sind in diese Songs eingeschrieben.

Anders als beim Vorgänger „& The Charm“, der noch stark von einer introvertierten Pop-Facette geprägt war, sind im neuen Material Dynamik und Performance von Anfang an mitgedacht. Die Konsequenz: mehr Energie, klarere Konturen, ohne die emotionale Tiefe aufzugeben. Das Ergebnis ist Band-getragen, Groove-orientiert und dennoch detailverliebt. Produziert wurde das Album maßgeblich mit Nathan Jenkins alias Bullion, hinzukommen Co-Produktionen von Rostam Batmanglij sowie Beiträge weiterer Musiker*innen. Die Songs durchliefen mehrere Stadien, verschoben sich zwischen Genres, wurden verworfen und neu gedacht – bis sie ihre endgültige Form fanden. Diese Offenheit prägt das gesamte Werk: Synthesizerflächen treffen auf organische Instrumentierung, Introspektion auf tanzbare Passagen. Mit der anstehenden Europatour bringt Emerson das Material nun dorthin zurück, wo es sich bewähren muss: auf die Bühne.

„Written Into Changes“ erscheint am 20. März via Dead Oceans.

Aus dem FAZEmag 169/03.2026
www.avalonemerson.com
www.deadoceans.com