
Bei einem Brand in einem Lokal in Bangkok sind mindestens 27 Menschen ums Leben gekommen. Weitere 63 Personen wurden verletzt, 22 davon schwer. Das Feuer brach gegen Mitternacht im Rong Beer Na Ladprao im Stadtteil Ladprao im Norden der thailändischen Hauptstadt aus.
Nach Angaben der Behörden starben mindestens neun Männer und 18 Frauen. Viele Opfer sollen durch Rauchvergiftung ums Leben gekommen sein. Das Feuer breitete sich offenbar schnell aus, weil im Lokal leicht entflammbare Decken- und Dekorationsmaterialien verbaut waren. Die Verletzten wurden auf mehrere Krankenhäuser in Bangkok verteilt.
Ermittler prüfen nun, ob Notausgänge versperrt waren und ob das Lokal die Brandschutzauflagen erfüllte. Nach Schilderungen von Musikern soll zunächst Rauch aus einem Sicherungskasten nahe der Bühne aufgestiegen sein. Kurz darauf sei der Strom ausgefallen, anschließend habe es eine Explosion gegeben und dichter Rauch habe sich im Gebäude ausgebreitet.
Besonders viele Opfer wurden später im hinteren Bereich des Lokals nahe der Toiletten gefunden. Offenbar hatten mehrere Besucher versucht, dorthin zu flüchten, fanden dort jedoch keinen Ausgang. Das einstöckige Pub, das regelmäßig Livemusik anbot, brannte vollständig aus.
Der Fall erinnert an frühere Brandkatastrophen in thailändischen Nachtclubs, darunter den Brand im Santika-Club in Bangkok 2009 mit 67 Toten sowie das Feuer im Mountain-B-Club 2022. Auch an die Silvester-Katastrophe von Crans-Montana erinnert der Brand. Auch dort waren leicht entflammbare verbaute Materialien die Ursache für die Katastrophe.
Quelle: taz
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