
Berlin macht einen wichtigen Schritt für die freie Open-Air-Kultur: Im Gleisdreieckpark soll künftig die erste offiziell ausgewiesene Fläche für nichtkommerzielle Free Open Airs entstehen. Damit erhalten Veranstalter:innen erstmals die Möglichkeit, Open-Air-Events unter klar geregelten Bedingungen legal durchzuführen.
Geplant ist ein einfaches digitales Anmeldeverfahren. Nichtkommerzielle Veranstaltungen sollen zwischen 72 und 24 Stunden vor Beginn angemeldet werden können. Nach behördlicher Bestätigung dürfen die Events stattfinden – Musik ist dabei bis 22 Uhr, auch an Sonntagen, erlaubt.
Die vorgesehene Fläche liegt auf einem teilversiegelten Bereich des Gleisdreieckparks und bietet bereits eine gute Infrastruktur mit Toiletten, Trinkbrunnen, Rettungswegen und einer guten Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Zudem befindet sich die nächste Wohnbebauung vergleichsweise weit entfernt, wodurch Lärmbelastungen reduziert werden sollen.
Bevor die ersten legalen Open Airs stattfinden können, müssen allerdings noch ein Sicherheits- und Naturschutzkonzept sowie eine Immissionsprognose erstellt werden. Anschließend sollen Testveranstaltungen zeigen, ob das Konzept in der Praxis funktioniert.
Mit dem Beschluss erkennt Berlin Free Open Airs erstmals als festen Bestandteil der Club- und Musikkultur an. Ziel ist es, nichtkommerzielle Veranstaltungen aus der rechtlichen Grauzone zu holen und gleichzeitig mehr Planungssicherheit für Veranstalter:innen zu schaffen.
Den vollständigen Beschluss könnt ihr hier nachlesen.
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