Berlin: „Zombie-Drogen“ in Gefängnissen nehmen zu und führen zu Sicherheitsproblemen

Symbolbild – KI-generiert

In Berliner Gefängnissen werden immer häufiger sogenannte Neue Psychoaktive Stoffe (NPS) festgestellt. Nach Angaben der Justizverwaltung wurden im ersten Halbjahr 2026 bereits 2,4 Kilogramm NPS-getränktes Material sichergestellt – so viel wie im gesamten Vorjahr. Meist gelangen die synthetischen Drogen über präparierte Papiere, etwa Briefe, in die Haftanstalten.

Besonders betroffen war die JVA Tegel mit rund 1,3 Kilogramm sichergestelltem Material. Weitere Funde gab es unter anderem in Moabit, Heidering, Plötzensee, im offenen Vollzug und in der Jugendstrafanstalt. Zum Vergleich: 2024 waren insgesamt nur etwa 500 Gramm NPS-getränktes Material gefunden worden.

Für die Gefängnisse sind die Substanzen ein erhebliches Sicherheitsproblem. Laut JVA-Verantwortlichen können Gefangene nach dem Konsum unberechenbar werden, Zellen verwüsten oder Vollzugsbeamte angreifen. Wegen dieser Wirkung ist häufig von „Zombie-Drogen“ die Rede.

Seit 2025 setzen Berliner Haftanstalten moderne Ionen-Scanner ein, die kleinste Spuren gefährlicher Substanzen erkennen können. Der starke Anstieg der Funde könnte auch damit zusammenhängen, dass inzwischen genauer getestet wird. Zudem erlaubt eine Gesetzesänderung seit Ende Juni, Gefangenen Post künftig nur noch als Kopie auszuhändigen – auch das könnte helfen, den Schmuggel über Papier einzudämmen.

Quelle: rbb24

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