Berliner Polizei entdeckt Autopanne bei XXL-Cannabislieferung

Cannabis im Kofferraum
Berliner Polizei entdeckt Autopanne bei XXL-Cannabislieferung / Foto: Polizei Berlin

Es war kein gewöhnlicher Liegenbleiber auf der Berliner Stadtautobahn, sondern ein Fall, der selbst erfahrene Beamte erst einmal schmunzeln ließ – ehe ihnen klar wurde, was da wirklich im Heck eines Fahrzeugs lag. An der Abfahrt Oberlandstraße in Tempelhof stoppte ein Pkw mitten auf der A100. Eine Panne, wie sie im Buche steht? Nicht ganz. Der Kofferraum dieses „Pannenwagens“ enthielt Drogen in XXL-Format.

Als die Autobahnpolizei zu dem liegen gebliebenen Auto gerufen wurde, erwartete sie kein vergessenes Warndreieck, sondern ein Bild, das eher an eine schlecht inszenierte Szene aus einer Drogen-Serie erinnerte. Statt Autozubehör oder Werkzeug stapelten sich im Innenraum gleich 11 Umzugskartons randvoll mit Cannabis. Dazu lagen weitere große Beutel sichtbar im Wagen. Wie sich herausstellte, war der Inhalt so offen zugänglich, dass jeder Blick in den Kofferraum den Verdacht bestätigt hätte. Hier ist mehr als nur ein technischer Defekt zu klären.

Cannabis im Auto

Die Polizei kommentierte den Fund augenzwinkernd: Das Ganze wirke wie eine „schlechte Parodie“ auf Szenen aus bekannten Drogen-Serien, in denen riesige Mengen Marihuana dermassen sichtbar transportiert werden. Doch für die Ermittler ist Humor sekundär. Was zählt, ist der massive Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Auto hatte nicht mal eine Haftpflichtversicherung

Die Konsequenzen für den Fahrer waren schnell gezogen: Cannabis weg, Fahrzeug weg. Denn nicht nur die rund 20 großen Plastikbeutel mit der Droge wurden sichergestellt, sondern auch das Auto selbst. Und als ob der Fall nicht schon skurril genug wäre, stellten die Beamten fest, dass der Wagen nicht einmal haftpflichtversichert war. Ein Detail, das für den Fahrzeughalter wohl das kleinste seiner Probleme bleiben dürfte.

Solche Funde sind kein Alltagsphänomen, doch sie werfen ein grelles Licht auf den Umfang und die Dreistigkeit mancher Schmuggel- und Vertriebsversuche. Ein Fahrzeug, das sich wie ein überdimensioniertes Lieferauto aufführt, das offen mit der Fracht kokettiert und dann mitten auf der Autobahn stehen bleibt – all das macht deutlich, wie weit sich der illegale Drogenhandel in manche Nischen vorgewagt hat.

Mazda

Am Ende ist es eine Geschichte, die mehr erzählt als nur von einem liegen gebliebenen Wagen. Sie zeigt, wie Kriminalität, Verkehr und Polizeiarbeit sich unerwartet überschneiden. Und dass auf Berlins Straßen manchmal selbst harmlose Zwischenfälle große Überraschungen bereithalten.

Quelle: bz-berlin.de

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