Blitz Club Closing-Wochenende – auf ein baldiges Wiedersehen

Blitz Club Closing-Wochenende – wir waren für euch da / Foto: Simon Vorhammer

Der Blitz Club feierte am vergangenen Wochenende seine letzte Party. In unserem Bericht aus München lest ihr, wie das Closing-Wochenende im Münchener Kultclub verlaufen ist.

Der Abschied begann am Freitag. Viele warteten vor der Tür – und das mit großer Aufregung. Die Menschen in der Schlange bildeten Gruppen, kamen ins Gespräch und hatten alle ein ganz besonderes Ziel: den Club ein letztes Mal zu erleben. Von Leuten, die das erste Mal im Blitz waren, bis hin zu Menschen, die den Club in- und auswendig kannten, war alles vertreten.

Das Line-up bestand ausschließlich aus Künstler:innen, die eine Vergangenheit im Club auf der Museumsinsel haben. Das resultierte in einer familiären Stimmung, denn nicht nur die Besucher:innen sorgten für eine aufgeladene Atmosphäre, sondern auch die DJs, die mit voller Leidenschaft ihre Sets zum Besten gaben.

Mit dem Prelude wollte das Blitz den Fokus insbesondere auf Live-Musiker:innen richten. HTRK eröffneten folgerichtig um 19:30 Uhr den Abend.

Blitz Club / Foto: Anil Mustafa

Wer schon einmal im Blitz war, weiß, dass das Innere des Clubs einiges zu bieten hat. Moderne Tanzflächen und Bars treffen auf die historische Architektur des Deutschen Museums. Auch wir waren begeistert, denn der Sound hatte es tatsächlich in sich.

Der erste Abend stand ganz im Zeichen der Münchener DJ-Kultur. Von BASHKKA, die als Resident des Clubs schon lange dabei ist, bis hin zu DJs aus dem Ilian-Tape-Katalog, einem der bekanntesten Labels Münchens, war einiges geboten.  Fadi Mohem, Jorkes, DVS1, oder Ogazón ergänzten das Line-up.

Tagsüber überzeugte dann der Garten mit housigen Klängen, für die sich Virginia, Ryan Elliott und 600-Cell verantwortlich zeichneten.

Für uns ging es im Anschluss wieder indoor, um unsere letzten Stunden im Blitz mitzunehmen. Wir tanzten zu Efdemin und La Staab und verabschiedeten uns von einer einzigartigen Venue, die fast zehn Jahre lang die Münchener Techno-Kultur zu prägen wusste.

Auf und abseits der Floors kamen wir mit Besucher:innen ins Gespräch, die uns von ihren Erlebnissen und Meinungen berichteten. Viele sahen diesen Abschied als eine ganz besondere Erfahrung. Zwei Besucher erzählten uns sogar, welche Antwort sie dem Türsteher auf die Frage nach dem Grund ihres Besuchs geben würden. Einer sagte: „Abschied nehmen“, während der andere antwortete: „Das Gewitter genießen.“

Dennoch verlief das Wochenende nicht völlig reibungslos und blieb auch nicht frei von Kritik. Viele beschwerten sich über die kaum erträgliche Hitze in den Innenräumen des Clubs, die das stundenlange Tanzen erschwerte. Auch der Preis war ein häufig diskutiertes Thema. Zwar erscheinen 35 EUR Eintritt sowie 15 EUR für das Re-Entry-Ticket gemessen an den mehrtägigen Veranstaltungstagen vergleichsweise fair, wer sich jedoch nur für einen kurzem Besuch entschied, griff im Verhältnis tief in die Tasche.

Auch in den sozialen Medien kursieren zahlreiche Meinungen, die den Abend unterschiedlich bewerten. Besonders das Re-Entry-Konzept wird von vielen kritisiert – ein Problem, mit dem wir selbst allerdings nicht in Berührung gekommen sind. Laut zahlreichen Gästen, die sich extra ein Re-Entry-Ticket gekauft hatten, brachte dieses im Nachhinein vor allem Frust mit sich. Einige mussten bis zu – oder sogar mehr als – sieben Stunden warten, andere wurden trotz gültigem Re-Entry-Ticket gar nicht mehr eingelassen. Es gab einen Einlassstop.

Mit dem BLITZ verliert München vorerst einen seiner essenziellen Clubs. Nach dieser letzten Party auf der Museumsinsel bleibt zu hoffen, dass der Abschied möglichst kurz ausfällt denn das Reopening an einer neuen Location ist bereits in Planung.

Zum Abschluss sprechen uns BASHKKA und Muallem ihre Empfehlungen für einen Besuch in München aus:

Foto: Simon Vorhammer

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