
Der traditionsreiche Wuppertaler Butan Club hat sich mit einem neuen Statement zur aktuellen Stimmung in der elektronischen Szene zu Wort gemeldet. Darin fordert der Club mehr Bewusstsein für den ursprünglichen Gedanken von Raves – und ein respektvolleres Miteinander auf und neben der Tanzfläche.
Ausgangspunkt des Textes ist die Beobachtung, dass Debatten in der Szene zunehmend von öffentlichen Vorwürfen und Gegenreaktionen geprägt sind („Gefühlt besteht Social Media seit längerer Zeit nur noch aus Call-Outs und daraus resultierenden Statements“).
Stattdessen erinnert das Team des seit 2018 geschlossenen Clubs daran, dass elektronische Musik einst vor allem Räume schaffen sollte, in denen Menschen gemeinsam feiern konnten – unabhängig von Außendarstellung oder digitaler Selbstinszenierung: „Unsere Butan-Raves entstanden, weil Leute sich in dunklen Räumen versammelt haben, um gemeinsam eine gute Zeit zu haben.“
Besonders kritisch äußert sich der Club zum Umgang mit Smartphones im Clubkontext. Elektronische Musik und Clubkultur seien mehr als Inhalte für Social Media. Der Fokus solle wieder stärker auf dem gemeinsamen Erlebnis liegen – auf Momenten, die nicht für den nächsten Post festgehalten werden, sondern im Hier und Jetzt stattfinden.
Der Appell richtet sich ausdrücklich an alle Beteiligten der Szene: Gäste, Veranstalter und Artists gleichermaßen.
Den Ton des Statements fasst der Club in einem klaren Schlussgedanken zusammen: „Bring back culture to love culture.“
Der Butan Club ist zwar seit 2018 geschlossen, veranstaltet aber nach wie vor Events in verschiedenen Wuppertaler Venues, darunter auch der bekannte U-Club oder Off-Locations, wie beispielsweise beim kommenden Rave in den Mai mit Oswald. Alle Infos dazu gibt es hier.
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