Ein verdächtiger Geruch führte die Polizei in Schleswig-Holstein zu einem ungewöhnlichen Drogenfund. In der Stadt Elmshorn entdeckten Ermittler rund 1,5 Kilogramm Cannabis – versteckt ausgerechnet im Keller der Großmutter eines Tatverdächtigen.
Auslöser der Ermittlungen war ein mutmaßliches Drogengeschäft am Bahnhof der Stadt. Bundespolizisten beobachteten dort einen 20-Jährigen bei der Übergabe eines kleinen Päckchens an einen 41-jährigen Mann. Bei der anschließenden Kontrolle stellten die Beamten Drogen sowie Bargeld sicher. Daraufhin wurde ein Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung des jungen Mannes erwirkt.
Zunächst blieb die Suche ohne Ergebnis. Doch während der Durchsuchung bemerkten die Ermittler einen typischen Cannabisgeruch, der aus einem benachbarten Kellerabteil kam. Dies war dann wie bereits erwähnt der Keller der Großmutter des Verdächtigen. Nachdem der Beschluss entsprechend erweitert worden war, fanden die Beamten dort schließlich rund 1,5 Kilogramm Cannabis.
Die Drogen sollen dem 20-jährigen Enkel gehören, der sie dort gelagert hatte. Nach dem Fund leiteten die Behörden Ermittlungen ein. Der junge Mann kam zunächst wieder auf freien Fuß.
Der Fall zeigt einmal mehr, dass es manchmal nicht ausgefeilte Ermittlungen sind, sondern ein einfacher Hinweis. In diesem Fall war es der charakteristische Geruch, der die Polizei zum entscheidenden Fund führt.