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Clubs & ihre Residents: Amelie Lens – Labyrinth Club, Hasselt

In der Reihe Resident-DJs und ihre Clubs bewegen wir uns für diese Ausgabe in das belgische Hasselt, genauer gesagt in den dort gelegenen Club Labyrinth. Dieser war bisher in Antwerpen zu finden, zog jedoch vor einem knappen Jahr um. Seitdem ist die junge Belgierin Amelie Lens dort als Resident zu Hause.

Im Gespräch verriet sie uns, dass sie auch schon einmal im alten Club in Antwerpen gespielt hat. Etwa zu der Zeit nahm die clubeigene Booking-Agentur Amelie auch in ihr Booking-Roster auf – und darüber kam Amelie dann zu der jetzigen Residency. Dass die Betreiber des Clubs sich ihrer Sache sehr sicher waren, zeigt die Tatsache, dass sie gleich bei der Eröffnung in Hasselt zusammen mit Maya Jane Coles, Marco Faraone und Kapibara auf der Bühne stehen durfte. Das war aber nur der Anfang ihrer Karriere in der beliebten Location, denn schon bald danach überließen ihr die Verantwortlichen einen eigenen Abend, an dem sie sich austoben konnte. Unter dem Namen „Exhale“ hostet sie seitdem Nächte mit ihrer eigenen Vision von Techno. Aber schon bevor sie selbst hinter dem Mischpult stand, veranstaltete sie Events, was sich jetzt auszahlt, da das nötige Know-how vorhanden ist. Zu ihren Gästen zählen dabei Künstler, die sie selbst inspiriert haben, und neue lokale Talente, die sie beeindruckt haben. So hat sie sich schon Gäste wie Kobosil, Pan Pot, Marcel Dettmann und Monoloc ans Pult geladen – und dabei stets Wert darauf gelegt, dass alle Exhale-Events ebenbürtig sind, und betont, dass sie keinen Lieblingsgast hat.

Mit solchen Bookings hat sich Amelie ein echtes Stammpublikum erspielen können. Sie selbst sagt, dass sie bei ihren Club-Events immer wieder bekannte Gesichter in der Menge entdeckt. Trotzdem möchte sie diese nicht als „Groupies“ bezeichnen – sie fühlt sich dem Club so sehr verbunden, dass eine Party wie ein Familientreffen anmuten kann. Deswegen seien die Gäste auch mehr wie Freunde. Generell herrscht in dem Club in Hasselt ein familiäres Verhältnis zwischen dem Besitzer, Nachtmanager, Booker, den Residents und dem Personal an der Bar. Aus diesem Grund kann Amelie auch von keinen schlechten Erfahrungen berichten – bisher lief alles perfekt. Perfekt ist auch das Wort, welches sie für ihre bevorzugte Playtime verwendet: Auf ihren Exhale-Partys übernimmt sie nämlich stets das Closing. Für sie ist das letzte Set des Abends auch immer eine Überraschung, da sie sich von der Energie der Masse in die Richtung lenken lässt, die gewünscht ist. So kann es passieren, dass einige Abende mit hartem Techno enden, einige aber auch sehr deep und melodisch ausklingen. Für sie ist das ein Ausdruck völliger musikalischer Freiheit, da sie während des Closings auch Stücke spielen kann, die in die Peak-Time nicht passen würden.

Amelies Clubnächte finden in einem groben Abstand von etwa drei Monaten statt – die nächste Exhale gibt’s am 16. April zusammen mit Rødhåd, Vril und Konstantin. Zwei Tage vorher erscheint übrigens ihre neuste EP „Contradiction“ auf Second State. Seid gespannt!

Momentane Lieblingstracks von Amelie Lens:
Farrago – Where Angels Go
Landside – Signs Of Change (Robert Hood Remix)
Patrick Siech – Eter

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