Clubs in „Geiselhaft“: Die Situation auf dem RAW-Gelände spitzt sich zu

Situation auf dem RAW-Gelände verschlimmert sich

Bereits in der Vergangenheit haben wir über die angespannte Situation rund um das Berliner RAW-Gelände berichtet. Seit Jahren engagieren sich Initiativen, Betreiber und Teile der Politik für den Erhalt der dort ansässigen Kulturorte. Für viele Berlinerinnen und Berliner sind die Clubs und Veranstaltungsräume zudem eng mit persönlichen Erinnerungen verbunden.

Die Situation hat sich kürzlich weiter zugespitzt. Seit Ende Januar haben mehrere Betriebe eine Nutzungsuntersagung erhalten und stehen vor möglichen Schließungen. Betroffen sind unter anderem das Cassiopeia, das Crack Bellmer, der Weiße Hase, der Lokschuppen, Zum schmutzigen Hobby sowie das Emma Pea.

Als Begründung wird das angebliche Fehlen von Brandschutzgenehmigungen genannt. Die Betreiber geben jedoch an, dass entsprechende Unterlagen vorliegen und eingereicht wurden. Vor diesem Hintergrund wird der seit Jahren schwelende Konflikt mit der Kurth Immobilien GmbH erneut diskutiert – insbesondere im Zusammenhang mit einem möglichen Bebauungsplan für das Gelände.

Im Raum stehen zudem Pläne für künftige Wohnbebauung. Diese stoßen nicht nur bei Betreiberinnen und Betreibern sowie Besucherinnen und Besuchern auf Kritik, sondern auch in Teilen der Politik. Vertreter von Linke, Grünen und SPD sprechen in diesem Zusammenhang von einer „Geiselhaft“.

Wie es weitergeht, ist derzeit offen. Klar ist jedoch: Der Widerstand gegen mögliche Schließungen hält an. Demonstrationen, politische Initiativen und öffentliche Stellungnahmen zeigen, dass sich weiterhin viele Menschen für den Erhalt der Kulturstandorte auf dem RAW-Gelände einsetzen.

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