Dänischer Electronic-Pionier mit 56 Jahren verstorben

 

Der dänische Elektronikmusiker Sofus Forsberg ist im Alter von 56 Jahren gestorben. Die Nachricht wurde von der Kopenhagener Musikorganisation STRØM bekanntgegeben. Eine offizielle Todesursache wurde nicht genannt; ein befreundeter Künstler schrieb jedoch, Forsberg habe im vergangenen Jahr gegen Krebs gekämpft.

Forsberg galt als wichtige Figur der experimentellen elektronischen Musik in Dänemark. Der aus Aarhus stammende Musiker war über mehr als drei Jahrzehnte aktiv und kam ursprünglich aus akustisch geprägten Bereichen wie Jazz, Blues und Funk. Mitte der 1990er-Jahre trat er zunächst als Mitglied der Rap-Metal-Gruppe Impotators in Erscheinung, bevor er sich ab den späten 1990ern zunehmend elektronischer Musik widmete.

Um 2000 rückten Produktion, Remixarbeit und Live-Elektronik stärker in den Mittelpunkt. Sein Debütalbum „NO/1“ erschien 2003, später folgten unter anderem „Udefra“ und „FM Volta“. Forsbergs Musik verband melodische Strukturen mit rhythmischer Experimentierfreude und einem ausgeprägten Interesse an Synthese, Drum Machines und Klangbearbeitung.

Neben seiner eigenen Musik war Forsberg auch als Pädagoge und Mastering Engineer tätig. Er studierte elektronische Musik am Danish Institute of Electroacoustic Music und unterrichtete später dort sowie am Rhythmic Music Conservatory, am Sonic College und weiteren Institutionen.

Veröffentlichungen und Beiträge erschienen unter anderem auf Jenka, Rump, Mindwaves und Touched. Live und als DJ trat Forsberg auch international auf, etwa in der Kantine am Berghain, beim Waking Life und beim Boom Festival.