Das ist das Beste von Submithub im August 2025

Submithub wurde 2015 gegründet, um den Prozess, Musik an Multiplikatoren zu senden, zu vereinfachen. Und wichtig: Kuratoren erhalten nur die Musik, die sie auch mögen. Per se wird Submithub am besten von jedem verwendet, der realistische Vorstellungen von Erfolg in der Musikindustrie im Jahr 2025 hat. FAZEmag präsentiert jeden Monat die Favoriten von Submithub-Einsendungen.

 

Ada Morghe – Amin Bird / Mousse T.-Remix (Lalabeam)
Die in UK lebende deutsche Sängerin Ada Morghe verfügt über eine absolut fantastische Stimme, die an legendäre House-Diven à la Barbara Tucker oder Ultra Naté erinnert. Da passt es hervorragend, dass die deutsche House-Legende Mousse T. ihrem Song einen Remix angedeihen lässt. Die unvergessene Disco Studio 54 wird für 5:33 Minuten wieder eröffnet. Disco-Deep-House vom Feinsten.

Ahmed Spins x Ankhoï – Mood (DHB Records)
Ich habe den marokkanischen DJ und Produzenten Ahmed Spins beim UNVRS-Opening live erleben dürfen und war begeistert. Sowohl von seinem musikalischen Know-How als auch von seinem Esprit. Da passt seine aktuelle Nummer, die er zusammen mit Ankhoï releast, perfekt ins Bild. Positiver House-Sound mit seinen Wurzeln im NYC Deep House, der jedoch nicht altbacken oder reaktionär, sondern vorwärtsgerichtet-funky daherkommt. Klasse Track.

Bedouin x Robin M x Skye – Heavy On My Mind (Human By Default)
Rami Abousabe und Tamer Malki oder ihr Label Human By Default vorzustellen, dürfte überflüssig sein. Auf dem vorliegenden Track kooperieren sie mit dem in London geborenen DJ und Produzenten Robin M, der mit seiner spannenden italienisch-äthiopisch-britischen Herkunft einen besonderen Vibe in das atmosphärische Stück miteinbringt. Perkussive-Organic-Tribal-Vocal-Deep-House. Perfekt für die Insel.

CONTROL ALT DΞLΞTΞ – Let Me Go (Find My Way) (Control Alt Delete)
Don Pepijn Schipper aka Don Diablo ist sehr variabel unterwegs und in jedem Genre, das er bespielt erfolgreich. Dass er auch ein Faible für Drum‘n’Bass / Breakbeat besitzt, wissen seine Fans schon länger. Seine neue Single unter dem Pseudonym CONTROL ALT DΞLΞTΞ ist verspielt und durch das eingängige Vocal auch Radio-tauglich. Die Beats sind eher gemäßigt schroff, passen so aber gut zum Vocal. Eine sehr angenehm zu hörende Nummer.

Crvvcks – One More Time (Perfect Havoc)
Der aus Leeds stammende Produzent und DJ Crvvcks stammt aus Leeds und hat sich zeitgemäßem TechHouse verschrieben. Allerdings produziert er nicht so langweilig wie viele Releases von Repopulate Mars oder Trick aktuell daher kommen, sondern sehr catchy und zwingend auf den Floor ausgerichtet. Das durchgeloopte Vocal bei seiner aktuellen Single ist hier der Schlüssel zum Erfolg.

Danjel Esperanza – Perlmuttglitzer (TRAUM Schallplatten)
Und schon wieder ein Traum-Release – das gibt es doch gar nicht. Aber Danjel Esperanza ist auch recht spannend. Der Musikproduzent aus dem Frankfurter Raum begann seine Karriere als Musiker im Jahr 2005 und konnte VÖs auf so renommierten Labels wie Bush oder Brouquade feiern. Aufgrund eines Tinnitus mit starkem Hörverlust endete Danjels Karriere als Musiker plötzlich von einem Tag auf den anderen. Eine Besserung war nicht in Sicht und im Laufe der Jahre nahm das Leben seinen Lauf. Doch nun, nach rund 10 Jahren, hat Danjel Esperanza den Weg zurück zur Musik gefunden und das darf gefeiert werden. Mit diesem traumhaft-schönen Melodic Tune.

Frasseck & Freitag – Strange Loops (TRAUM Schallplatten)
Das Kölner Label Traum ist dafür bekannt, mit seinen Veröffentlichungen zu überraschen. So auch bei der Single „Strange Loops“ des Zürcher Produzentenduos Andreas Freitag und Lars Frasseck, die seit 2012 zusammen produzieren. Der Name ist hier Programm. Klassische Musik trifft auf teilweise düstere, wenn nicht sogar verstörende Filmmusik-Sequenzen, obskure und gleichzeitig einlullende Synthie-Sounds und einen groovy Basic Beat zwischen Techno und House. Hypnotisch trifft es wohl am besten.

Fritz Kalkbrenner – When I See You (Virgin)
Fritz Kalkbrenner ist ein gern gesehener und gehörter Gast bei uns im Magazin und auch in dieser Kolumne. Obschon sein aktuelles Album sehr clubby ist, versteht es seine aktuelle Single, auch für das Radio interessant zu sein. Grund dafür sind die gefühlvollen weiblichen Vocals, die mit zarter Intimität mit dem Backing eine Ehe eingehen. Ihre Wärme und Ehrlichkeit weben sich durch den Groove und verleihen dem gleichmäßigen Puls des Tracks Tiefe und Verletzlichkeit. Es ist Musik, die mühelos vom Dancefloor ins Herz fließt, getragen von subtilen Emotionen und purem Groove.

GHEIST – Searching Places (Embassy One)
Die Geschichte der Berliner Band ist eine spannende. Nach Releases auf Mobilee und Diynamic ist GHEIST auf Embassy One gelandet und hat mit der neuen Single eine wunderschöne Dancefloor-Hymne erschaffen, die auch Vocal-Hassern eine Träne ins Auge zaubern dürfte. Das Ganze ist schon hart an der Grenze zu Pop, aber für Monolink-Fans genauso geeignet wie für Fritz Kalkbrenner-Anhänger. Demnächst auf Eins Live.

liquidfive – Real Love (5L-Records)
Über liquidfive haben wir an dieser Stelle schon des Öfteren berichtet. Als absoluter Workaholic releast er regelmäßig großartige Produktionen zwischen House, Dance und Radio-tauglichem Pop. Seine neue Nummer gefällt durch Laceys euphorische Vocals und eine sehr eingängige Melodie. Genau das Richtige für eine Fahrt im Cabrio an einem lauen Sommerabend.

Marasi – Oxossi (WE’RE HERE)
Yanis Efthymiou aka Marasi stammt aus Griechenland, lebt aber in Dubai und wurde von seinen Eltern seit frühester Jugend mit Musik und Vinyl-Schallplatten in Berührung gebracht. Seine neue Produktion ist eine sagenhafte Verquickung folkloristischer Elemente und zeitgenössischer Afro-House-Rhythmen. Demnächst bei Keinemusik im Set.

ÜDORĀ – Sardinia (ÜDORĀ)
ÜDORĀ – My Sisters Keeper (ÜDORĀ)
Ich habe diesen Monat wieder über 200 Submithub-Releases gehört, und darunter waren viele Afro-House-Produktionen. Viele davon waren gefällig, aber so richtig ergriffen haben mich lediglich zwei Tracks. Und interessanterweise stammen beide vom Washingtoner DJ und Produzenten Ramone Thompson aka ÜDORĀ. Dieser schafft es mit spielerischer Leichtigkeit, Deep House, Techno und Afro-House-Elemente mit folkloristischen Einflüssen und viel Perkussion-Arbeit zu verschmelzen und so maximale Aufmerksamkeit auf dem Dancefloor zu erzielen. Zwei klasse Tracks.

Aus dem FAZEmag 162/08.2025
www.submithub.com