Das ist das Beste von Submithub im September 2025

Submithub wurde 2015 gegründet, um den Prozess, Musik an Multiplikatoren zu senden, zu vereinfachen. Und wichtig: Kuratoren erhalten nur die Musik, die sie auch mögen. Per se wird Submithub am besten von jedem verwendet, der realistische Vorstellungen von Erfolg in der Musikindustrie im Jahr 2025 hat. FAZEmag präsentiert jeden Monat die Favoriten von Submithub-Einsendungen.

AC13 – Born Again (Bassrush Records)
Bass-Fans aufgepasst. Das hier rockt. Der mittlerweile in Bristol lebende Künstler AC13 zählt zu den heißesten Drum’n‘Bass-Produzenten zurzeit und seine neue Nummer ist eine Mischung aus Darkstep und DnB mit einem sehr catchy Vocal, das schon fast an Sigma heranreicht, aber weniger poppig in Szene gesetzt wurde. Undergroundig-rough und doch catchy. Not bad.

Bovo – Nipe (Rebelvisions)
Aus Italien kommt dieser federleichte Afro-House-Sommer-Tune mit eingängigen Vocals, hypnotischen Synthie-Lines und angenehmen Harmonien. Funky und bedenkenlos einsetzbar neben Keinemusik und Co.

Flex Orlando – Got Soul (DistroKid)
Luxemburg is in the house. Und wie. Unter dem Namen Flex Diamond begann Flex 2010 als DJ und wurde bei diversen Radiosendern und in angesagten Clubs eine Größe. Seit 2022 produziert er nun auch Musik, und seine aktuelle Produktion ist eine oldschoolige und dabei zeitgemäß Afrohousy orientierte House-Nummer mit catchy Vocal und warmen Harmonien. Sehr schön.

Goddard x Megan Linnell – Get It Right (Rabbit Hole)
UK DnB at its very best. Was wie ein großartiger Soul-Track beginnt, wird nach 55 Sekunden zu einem klassischen soulful Jungle-Tune mit Amen-Break und jeder Menge – positiv gemeint – Klischees. Aber das größte Plus des Tracks sind zweifellos die grandiosen Vocals von Megan Linnell.

Horatio – Magalenha (Outside Romania)
Seit den 1990er Jahren ist der rumänische DJ und Produzent Horatio unterwegs in Sachen Dance-Musik und hat dabei schon auf so bekannten Labels wie Viva Music, Desolat, Circus, Bouq oder Stereo Production releast. Sein neuer Track ist eine groovy Mischung aus aktuellen Afro-House-Einflüssen und Tech-House-Sounds mit dem Ohrenmerk auf klasse Percussions. Kein Wunder, dass Carl Cox die Nummer liebt und spielt. Oh Yes.

King of the Beats x Plump DJs x Krafty Kuts x Freestylers – Nighthawk (Speaker Freaker)
Wow, was für eine Kollabo. Martin Reeves aka Krafty Kuts aus Brighton hat hier einige der größten und erfolgreichsten Breakbeat-Artists aus UK zusammengetrommelt. Das Ergebnis ist jetzt nicht unbedingt die Neuerfindung des Rades, aber ein sphärisch-stimmungsvoller Breakbeat-Track mit einigen netten Wendungen und Soundspielereien, die man tatsächlich den einzelnen Acts zuordnen kann.

 

Kosheen – Catch / Adamon & Bella Kri Remix (Moksha Recordings)
Ein Klassiker bleibt ein Klassiker. Auch wenn sich immer wieder die Frage nach dem Sinn neuer Remixes stellt, kann man feststellen: das hier ist interessant. Der Klassiker „Catch“ von Kosheen wurde anlässlich seines 25-jährigen Jubiläums vom Progressive-Techno-House-Duo Adamon & Bella Kri neu interpretiert, die eine cineastische, melodische Version abgeliefert haben, die dem Original neue, interessante Aspekte entlockt.

kuks x Nikos Tryfonopoulos – Bulgar (96 Musique)
Frankeich meets Griechenland – und das Ergebnis kann sich hören lassen. Afro-House-Tracks mit Balkan-Gitarren gibt es nicht so häufig, und hier ist es der hypnotische Groove, der punktet. Allerdings muss man diese Art von Gitarrensounds mögen. Checkt es aus.

Malis Pastell – Vele Vele (MP Music)
Der Schweizer Malis Pastell ist seit über 25 Jahren in der Musikwelt verwurzelt. Seine musikalische Reise begann Ende der 90er Jahre, als er seine Liebe zu Hip-Hop und Rap entdeckte. Während seine Produktionen mit der Zeit elektronischer geworden sind, bleibt der warme, organische Groove das Herzstück seines Sounds. Sein neuer Track zeigt sich inspiriert vom emotionalen Groove von Keinemusik und bietet einen Afro-House-Track der Spitzenklasse – der perfekte Begleiter für laue Sommernächte unter freiem Himmel.

Maxi Meraki – Hyped (Radiate)
HipHouse is back. Danke Maxi. Das gefällt mir sehr gut, denn ich war schon immer ein Anhänger dieser Musikrichtung. Der Rap hier erinnert mich an Tony Scott – seinerzeit ein legendärer, niederländischer HipHouser. Natürlich ist das Ganze hier funky und ein wenig anachronistisch, aber ich mag es.

Orbital Drum System – Let U Go (Letters To Nina)
Das Duo ODS, bestehend aus dem Kölner Produzenten Ohyeah und DJ Chiver aus Dortmund, hat mich mit seiner neuen Nummer gecatcht. Das Vocal erinnert mich ein wenig an den Dominica-Hit, was ich nicht so schlecht finde. Das Ganze wird in angenehme Old-School-House-Beats, -Sounds und Percussions gekleidet und schon haben wir einen House-Slammer.

Rareborn x Vesim Ipek x Enes Beskardes – OPA (Satsuma Music)
Auch wenn es vielleicht nicht politisch korrekt ist, sehe ich bei „Opa“ Borat vor mir tanzen. Rareborn – bekannt für seine offiziellen Remixes türkischer Pop-Hits hat sich hier mit dem DJ-Duo Vesim Ipek & Enes Beskardes zusammengetan und der Track ist eine Kollision der Kulturen, eine Feier des Rhythmus und eine Einladung, sich auf der Tanzfläche zu verlieren. Der Track verbindet Afro- und Latin-Tech-House-Grundlagen mit traditionellen Balkan-Vocals und feurigen Bläsersätzen und fängt sowohl den Geist der Vergangenheit als auch das Feuer der Moderne ein.

Rusko – Mantis Fist (Bassrush Records)
Rusko ist so etwas wie eine Dubstep-Legende, und das weit über die Grenzen UKs hinaus. Seine Vorliebe für Filmsamples spiegelt sich auch in seiner neuen Single wider. Und punchy – passend zum Titel – ist auch der Track. Manchmal ist es schön, wenn die Zeit stehen geblieben ist.

Ryelle – Daydream // Nightmare (Ryelle)
Die Australierin Ryelle ist bekannt für ihre große Bandbreite an Einflüssen und musikalischen Strömungen, die von Lianne La Havas über Noga Erez und Eliza bis hin zu Radiohead reichen. Ihre aktuelle Produktion ist eine eingängige, aber dabei niemals platte Drum’n’Bass-Nummer, die von ihren klasse Vocals getragen wird. Dabei handelt der Track von der Dualität zwischen Realitätsflucht und Realität – den Trost des Wegdriftens und den heftigen Aufprall der Rückkehr in die Realität.

SOHN – Let Go / Ascent (APM)
Nils Frahm-Fans aufgepasst. SOHN bietet mit dem vorliegenden Werk zwei klangliche Facetten: „Let Go“ symbolisiert die aufgehende Sonne, die sich über die Klanglandschaft erstreckt, und „Ascent“ zeichnet sich durch wellenförmige Synthesizer und eine schwebende Spannung aus. Das passt perfekt zum Dahindriften und Entspannen nach einem harten Tag und macht Lust auf das kommende Album „Albadas“, das am 10. Oktober erscheinen wird.

Tensnake – Got Me Good (Armada Music)
Marco Niemerski aka Tensnake ist spätestens seit seinem Welthit „Coma Cat“ nicht mehr aus dem House-Kosmos wegzudenken. Seine neue Veröffentlichung glänzt mit eingängigem Gesang, einer für ihn typischen Orgelmelodie und einem unwiderstehlichen Groove. „Got Me Good“ passt wie die Faust aufs Auge in unzählige House-Sets in diesem Sommer.

ÜDORĀ – Beach Bum Love (Dafuk Muzik)
ÜDORĀ stammt aus Washington DC und ist in der internationalen Afro-House-Musikszene schon länger kein Unbekannter mehr. Seine neue Nummer beweist eindrucksvoll wieso. Hier stimmt alles. Der Build-up ist on point, die Vocals sind lasziv-hypnotisch und die Sounds so wie sie sein müssen. Beach-Anthem.

Aus dem FAZEmag 163/09.2025
www.submithub.com