David Guetta bezieht Stellung zum Thema „Pre-recorded Sets“

David Guetta hat sich in der YouTube-Reihe „Tech Support“ von Wired ungewohnt offen gezeigt – vor allem bei der Frage, ob Top-DJs ihre Sets live mixen oder vorher komplett fertigstellen.

Der Franzose erklärte: „Wenn Du auf Festivals wie Ultra oder Tomorrowland spielst, spielst Du immer und zu jeder Zeit zwischen den besten DJs der Welt. Jede einzelne Minute muss sitzen.“ Deshalb sei eine intensive Vorbereitung für ihn selbstverständlich.

David Guetta räumte mit dem hartnäckigen Gerücht auf, dass viele DJs einfach ein fertiges Set abspielen würden: „Ich habe noch nie ein zuvor aufgenommenes Set gespielt.“ Von der Diskussion halte er nichts.

„Ich höre so viele Storys über aufgenommene Sets und denke, dass das absoluter Quatsch ist.“ Aus seiner Sicht brauche es für das technische Handwerk keinen Zauber: „Beat Matching ist so einfach, das kann ich einem zehnjährigen Kind in wenigen Stunden beibringen.“

Stattdessen setze Guetta auf eine Kombination aus sorgfältiger Vorbereitung und Improvisation. Für Auftritte auf großen Festivals arbeite er mindestens einen Monat im Voraus an seinem Set. „Ich erstelle ein Gerüst und schaue dann, wie die Menschen reagieren.“

Wenn das Publikum etwa auf einen Underground-Track anspringe, passe er das Set spontan an. „Oder ich spiele einen Underground-Track und es ist ein Desaster, die Menge will Hits und mitsingen, aber ich habe auch dafür meine Playlist, kein Problem.“

Guettas DJ-Karriere begann früh – mit Teenagerjahren in Pariser Clubs. Der internationale Durchbruch kam 2002 mit „Just a Little More Love“. Songs wie „Love Don’t Let Me Go“ und „When Love Takes Over“ machten ihn zur globalen EDM-Ikone.

Mit Alben wie „Pop Life“ und „One Love“ verknüpfte er House-Musik mit Pop und sicherte sich weltweite Chartplatzierungen. In seiner Laufbahn hat Guetta über 10 Millionen Alben und 65 Millionen Singles verkauft und mit Stars wie Kelly Rowland, Akon, Sia und Nicki Minaj zusammengearbeitet.

Die US-Zeitschrift Billboard kürte „When Love Takes Over“ zu einer der besten Dance-Pop-Kollaborationen aller Zeiten. Zudem ist Guetta Mitbegründer des Subgenres „Future Rave“, das klassische EDM-Elemente mit düstereren, clubbigen Sounds verbindet.

Das Wired-Format „Tech Support“ bietet Expertinnen und Experten die Möglichkeit, Fragen aus dem Netz zu beantworten – von Hacking über Medizin bis Musikproduktion. Die Episode mit David Guetta wurde als DJ-Special veröffentlicht.

Quelle: WIRED

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