
Kurz bevor Spotify Wrapped weltweit das Musikjahr 2025 Revue passieren lässt, präsentiert SeatPick eine Auswertung, die sich einer ganz anderen Frage widmet: Welche Tracks gingen den Menschen 2025 am meisten auf die Nerven? So kennen wir es doch alle: Es gibt immer diesen einen Song. Auch wenn wir ihn so gar nicht abkönnen, geht er uns nicht mehr aus dem Kopf und treibt uns langsam, aber stetig in den Wahnsinn. Welche Songs es auf das Podest geschafft haben, dürfte jedoch für einige für Überraschung sorgen.
Sabrina Carpenter überrascht mit einem Doppelsieg. Gleich zwei Songs der bekannten Künstlerin führen das Ranking an. Dabei erreichen „Sugar Talking“ und „Tears“ jeweils eine rechnerische „Annoyingness-Wahrscheinlichkeit“ von 46 Prozent. Dabei stören vor allem hohe Wiederholungsraten und eine auffällig geringe harmonische Vielfalt. Ironischerweise feierte Carpenter dennoch eines der erfolgreichsten Jahre ihrer Karriere, inklusive Grammy-Gewinn und massiver Streaming-Zahlen.
Auf Platz drei landet ganz knapp dahinter Lady Gagas „The Dead Dance“ mit 45,8 Prozent. Der Track schlägt laut Analyse besonders bei Schrillheit und Füllsilbenanteil aus. Aber auch hier zeigt sich eine Ambivalenz. Während ihr Song technisch als „nervig“ gilt, hat sie 2025 erneut gleich mehrere wichtige Auszeichnungen bekommen. Ein Beispiel dafür, dass beides sich gegenseitig nicht ausschließt.
Aber auch Dance- und Electro-Pop-Legende David Guetta bleibt nicht vor einem Platz im Ranking verschont. Seine Kollaboration mit Sia „Beautiful People“ schafft es auf Platz 6. Da bleibt die Frage nicht ganz aus, wie SeatPick die Formel hinter dem Ranking berechnet.
SeatPick setzt dabei auf ein technisches Analyse-Framework, das jeden Song in kurze Segmente zerlegt und vier Faktoren systematisch misst: Repetition, Brightness/Shrillness, harmonische Einfachheit, Füllsilbenanteil. Ergänzt wurde dies durch einen kleinen Basiswert, um verschiedene Songtypen vergleichbar zu machen. Durch die Kombination spektakulärer Auswertung, automatischer Texterkennung und Wiederholungsmuster entsteht eine prozentuale Wahrscheinlichkeit dafür, wie sehr ein Song durchschnittlich die Hörer*innen nerven könnte. Die Daten wurden am 27. November 2025 erhoben und von seatpick.com bereitgestellt.
Ob man die Songs nun wirklich nervig findet oder nicht, bleibt am Ende dann doch jedem selbst überlassen. Vielleicht ist auch genau das das Erfolgsrezept vieler Songs: Sie bleiben im Kopf. Manchmal auch länger, als man möchte.
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