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Der Bundesverband Musikindustrie e. V. (BVMI) hat die Umsatzzahlen des deutschen Musikmarkts für das erste Halbjahr 2018 veröffentlicht. Audio-Streaming ist um 35,2 Prozent gewachsen und hat damit erstmals die CD überholt – mit einem Marktanteil von 47,8 Prozent. Die CD, die über 30 Jahre lang das dominierende Medium war hat Verluste in Höhe von 24,5 Prozent hinnehmen müssen und liegt nun bei einem Marktanteil von 34,4 Prozent.

Vinyl muss zum ersten Mal seit 2006 Verluste hinnehmen, ein Minus von 13,3 Prozent und liegt nun bei 4,4 Prozent. Ebenfalls abwärts geht es mit den Downloads, hier gab es ein Minus von 23,4 Prozent und einen Marktanteil von 8,5 Prozent.

Der Gesamtumsatz (727 Millionen Euro) ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (742 Mio.) um zwei Prozent gesunken.

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Und so teil sich Streaming auf:

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Knapp die Hälfte des Musik-Streamings in Deutschland findet über Video-Streaming-Dienste wie YouTube statt, was aber nur 2% zum Umsatz beiträgt. Im Gegensatz zu 35% (Stand 2017) durch Audio-Streaming-Dienste, die Lizenzen erwerben und Kreative und ihre Partner angemessen an ihren Erlösen beteiligen.
Zum Vergleich: YouTube als de facto größter On-Demand-Musikdienst der Welt zahlt pro Nutzer und Jahr nur knapp 1 Dollar – Spotify hingegen 20 Dollar.
(Zitat BVMI)

 

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