Grüne planen Clubs in München: Stadt „braucht einen städtischen Club“

Die Grüne und die Rosa Liste planen städtische Clubs in München

In München sollen künftig neue Orte für Jugendliche entstehen, an denen sie sich frei entfalten können. In Form nichtkommerzieller Clubs sollen verschiedene Standorte in der Altstadt geprüft und genutzt werden, um mehr Vielfalt und Bass in die Stadt zu bringen. Ziel ist es, Clubkultur für Jugendliche zugänglicher zu machen und nichtkommerzielle Partys zu ermöglichen.

Gerade Kollektiven fehlen oft bezahlbare Orte: Aufgrund begrenzter finanzieller Mittel gelingt es ihnen selten, geeignete Locations für Partys zu finden. Clubs und Mieträume liegen häufig außerhalb des Budgets. Mit den Munich Urban Celebrations hat die Stadt bereits versucht, Jugendlichen den Einstieg zu erleichtern, doch dies soll nicht die einzige Lösung bleiben. Geplant ist, Standorte wie das Gebäude der Bananenreiferei, das Maximiliansforum sowie den ehemaligen Ratskeller zu prüfen und möglicherweise als städtische Clubs zu nutzen.

Städtische Clubs sollen es laut den Grünen erleichtern, an Orte zu kommen, die nicht nur über Technik verfügen, sondern auch zu günstigen Konditionen gemietet werden können. Diese Locations sollen dabei nicht ausschließlich als Feierorte dienen, sondern auch als Lernräume. Awareness-Arbeit kann dazu beitragen, Wissen über Clubkultur zu vermitteln und aufzuzeigen, wie in schwierigen Situationen richtig gehandelt wird. Zudem könnten Angebote zur Suchtprävention sowie Beratungen durch Organisationen wie Condrobs oder Prop e. V. dazu beitragen, städtische Clubs als Safe Spaces zu etablieren.

Gemeinsam mit Kollektiven und anderen Künstler:innen sollen so Orte für Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren sowie für Menschen ab 18 Jahren geschaffen werden. Diese sollen es ermöglichen, für wenig Geld einen gelungenen Abend zu erleben und aktiv mitzugestalten. Beispiele aus Städten wie Graz und Gent zeigen, dass solche Konzepte funktionieren: Mit Projekten wie „Youth Clubbing“ und „Minus One“ wurden dort erfolgreiche Räume für jugendliches Feiern geschaffen.

Wie München dieses Konzept künftig umsetzen wird, bleibt nun abzuwarten.

Quelle: Grüne

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