
CDU-Politiker Jens Spahn geht juristisch gegen den Berliner Rapper Ski Aggu vor. Hintergrund sind Aussagen des Musikers in einem Twitch-Livestream, in dem er Spahn mit Drogenkonsum in Verbindung gebracht hatte. Inzwischen bezeichnet Ski Aggu die Geschichte als erfunden und satirisch.
Die Aussagen fielen bereits am 18. August während der „Almani Show“, einem Livestream aus dem Berliner U-Bahnhof Tempelhof. Darin erzählte Ski Aggu von einer angeblichen „Shem-Party“ und behauptete, dort auch Spahn und dessen Ehemann gesehen zu haben. Dabei unterstellte er beiden den Konsum von Drogen. Sie hätten „die schlimmsten Bretter gezogen“, so der 28-Jährige während des Streams.
Kurz darauf bat der Rapper darum, die entsprechende Passage aus dem Video zu schneiden – offenbar ohne zu realisieren, dass die Sendung zu diesem Zeitpunkt live übertragen wurde. Der Ausschnitt verbreitete sich anschließend in den sozialen Medien.
Spahns Büro weist die Darstellung entschieden zurück. „Die Inhalte des Videos sind frei erfunden und erlogen“, heißt es in einer Stellungnahme. Die Ersteller des Videos seien anwaltlich abgemahnt worden, der ursprüngliche Clip sei inzwischen gelöscht. Zudem kündigte die Seite des CDU-Politikers eine Strafanzeige an. Spahns Medienanwalt Ralf Höcker erklärte gegenüber der „Bild“, diese solle wegen Verleumdung erfolgen.
Ski Aggu bezeichnete seine Äußerungen gegenüber der dpa inzwischen als Satire. Bereits zuvor hatte er unter dem verbreiteten Video geschrieben, die erzählte Geschichte sei „ausgedacht und dient nur zu Unterhaltungszwecken“.
Quelle: Stern
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