
Ein britischer DJ ist wegen des Verkaufs illegaler Remix-CDs zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Marc Kearns aus East Yorkshire soll über mehrere Jahre nicht lizenzierte Mashups, Mixe und Remixe bekannter Künstler auf CD vertrieben und damit rund 220.979 Pfund (rund 254.000 Euro) umgesetzt haben.
Der Hull Crown Court verhängte eine Freiheitsstrafe von 26 Monaten, ausgesetzt zur Bewährung für 18 Monate. Zusätzlich muss der 47-Jährige 250 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten und mehr als 21.000 Pfund Verfahrenskosten zahlen. Die beschlagnahmten Tonträger sollen vernichtet werden.
Die Ermittlungen begannen bereits 2018, nachdem die British Phonographic Industry auf die Verkäufe aufmerksam geworden war. 2019 übernahmen die Trading Standards Officers des East Riding of Yorkshire Council den Fall, 2022 folgte eine Durchsuchung. Nun endete das Verfahren mit einem Schuldeingeständnis und der Verurteilung.
Der Fall wirkt ungewöhnlich, weil Musikpiraterie heute meist mit Streaming, Filesharing oder Social Media verbunden wird. Kearns setzte dagegen offenbar auf ein Modell, das eher an die CD-Brenner-Ära erinnert. Entscheidend war für das Gericht jedoch nicht das Medium, sondern die kommerzielle Nutzung urheberrechtlich geschützter Musik ohne Lizenz.
Quelle: Tarnkappe
Symbolbild: KI-generiert
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