
DJane Meela – das ist gelebte Energie und eine direkte Verbindung zum Publikum durch Musik und Gefühl. Bekannt für ihren groovigen House- und Tech-House-Sound, in dem auch moderne Elektro-Hits mit Vocals aus den 80er- und 90er-Jahren ihren Platz finden, begeisterte sie zuletzt beim 30-jährigen Jubiläum der NATURE ONE – auf dem Clubfloor K!NK.
Ihre Karriere entwickelte sich über viele unterschiedliche Events – von Corporate Events, über Store-Openings, CSD bis hin zum großen Festival der NATURE ONE. Dabei verbindet Sie hedonistische Partykultur mit stilvollen Markenauftritten – und schafft so unvergessliche Momente. Gleichzeitig spielte sie bereits auf Formaten wie der ADAC Auto Rallye oder im Red Bull Promo Car und teilte sich das DJ-Line-up mit Acts wie Alle Farben, Anna Tur, Tocadisco, Gregor Tresher, Da Hool, Phil Fuldner und Teenage Mutants.
Im Interview spricht die Power-Frau mit uns über die Offenheit der Kinky-Szene, verrückte Momente ihres DJ-Lebens, ihren Auftritt auf der NATURE ONE und darüber, wie man es schafft, mit Musik eine gemeinsame Sprache mit dem Publikum zu sprechen. Außerdem verrät sie ihre Pläne für die nächste Zeit – und es ist sicher: Der Name Meela wird euch schon bald noch öfter begegnen. Vielleicht ja sogar bei einem ihrer Live-Sets? Lassen wir die engagierte DJane und Produzentin am besten selbst über ihre Liebe zur Musik sprechen: Vorhang auf!
Wie bist du zur Musik gekommen, wie zum DJing?
Musik und Bühne begleiten mich schon seit meiner Kindheit–zuerst als Tänzerin und später entdeckte ich beim TV-Beitrag über eine DJane in Dubai meine Begeisterung fürs Auflegen. Die Ausstrahlung, die Energie und die Art, wie sie das Publikum mit ihrer Musik bewegt hat, haben mich total fasziniert. In dem Moment wusste ich: Das möchte ich auch machen. Also nahm ich DJ-Unterricht in einer Kölner Musikschule.
Ein entscheidender Schritt war jedoch die Unterstützung von Onur Oeztorun aus Bochum. Er gab mir einen ganzen Schwung Musik, die ich wochenlang sortierte und warf mich direkt ins kalte Wasser: Events in der VIP-Lounge des VFL Bochums. Dort habe ich gelernt, flexibel zu reagieren, jedes Genre souverän einzubringen und die Stimmung in Echtzeit zu lesen. Diese Schule ist Gold wert – und bis heute arbeiten wir seit neun Jahren zusammen und lachen heute noch über viele lustige Momente aus dieser Zeit.
In dieser Phase entdeckte ich auch die Kinky-Szene – und war fasziniert. Die Menschen dort sind offen, herzlich, lebensfroh und vor allem: absolut tanzbegeistert. So begann meine Reise – voller Beats, Emotionen und unvergesslicher Momente.
Du hast gerade auf dem 30-jährigen Jubiläum der NATURE ONE gespielt, eines der bekanntesten und ältesten Festivals für elektronische Musik. Wie war es?
Es war ein magischer Moment und mein erstes Festival. Die einzigartige Kulisse auf den Bunkeranlagen und die feiernden Menschen haben mich total mitgerissen. Für mich ein emotionaler Meilenstein, Teil dieses legendären Events zu sein.
Eindrücke von Meelas Auftritt auf der NATURE ONE:
Auf der NATURE ONE hast du auf dem Clubfloor K!NK gespielt, der von LOVE is Pain Events organisiert wurde – einem Veranstalter für hedonistische Partys. Du bist auch Resident DJane bei Einmalig-Events, ebenfalls eine solche Reihe. Wie kam es dazu, dass du auf Kinky-Partys spielst? Und wie entstand die Connnection zum K!NK Floor auf der Nature One?
Meinen Weg als DJane verdanke ich auch einem großen Teil der Kinky-Community – den Gästen, den Veranstaltern und allen, die mich von Anfang an unterstützt haben. Sie haben meine Entwicklung begleitet, mir meine ersten Chancen gegeben, meine Fehler verziehen und mir die Freiheit gelassen, meinen eigenen Sound zu finden. Dafür bin ich unglaublich dankbar.
DJane MEELA während einer Kinky Party in Neuss bei Düsseldorf:
Die Verbindung zur Nature One kam über Olli von Love is Pain Events. Damals war ein DJ-Gig über einen Kollegen geplant, der kurzfristig doch nicht zustande kam. Olli sagte damals zu mir: „Ich verspreche dir, ich denke an dich, wenn wieder etwas größeres ansteht.“
Einige Jahre später rief er mich an und sagte: „MEELA, erinnerst du dich an mein Versprechen? Jetzt ist es so weit.“ Und so kam es, dass ich auf dem K!NK Floor der Nature One spielen durfte. Hier nochmal vielen Dank an Love is Pain Events.
Das aufgenommene Set von der NATURE ONE:
Wie würdest du die Stimmung auf Kinky-Partys beschreiben?
Die Energie ist einzigartig und intensiv, die Menschen sind komplett im Hier und Jetzt, präsent, voller Freude und absolut tanzbegeistert. Es vergehen keine 30 Minuten, nach Einlass der Gäste, und der Boden fängt an zu beben. Es entsteht dieses besondere Gefühl von Community und Akzeptanz, das sofort mitreißt. Durch das Handyverbot entsteht eine pure Verbindung zwischen Musik, Menschen und Moment – so echt und intensiv, wie man es aus früheren Zeiten kennt. Es wird richtig getanzt und gefeiert.
Kinky Partys sind in den letzten Jahren total im Trend – lange nachdem Locations wie der KitKatClub in Berlin damit begonnen haben. Was sagst du zum Hype? Warst du schon mal im Kitty? Und wo gibt es sonst noch gute Kinky-Partys?
Ja, ich war schon mal im KitKat. Das ist eine der legendären Locations für diese Szene. Neben Berlin sind vor allem in NRW die besten Partys zuhause – mit einem ganz besonderen Vibe. Hamburg gehört ebenfalls zu einem Hotspot.
Die EINMALIG-Events zählen für mich zu einer der renommiertesten Partys. Mit ihrem innovativen Konzept, außergewöhnlichen Locations wie dem Club 102 in Neuss oder der Nachtresidenz in Düsseldorf, setzen sie immer wieder neue Maßstäbe. Dort wird mit Top-DJs, wie anfangs genannt, die Stimmung zum Kochen gebracht. Zusammen mit meinem Kollegen DJ CON TACTO darf ich jede dieser Nächte seit sieben Jahren musikalisch prägen. Was früher belächelt wurde, ist heute Trend.
Der große Hype rund um Raves und Kinky-Partys hat für mich zwei Hauptgründe: Corona und TikTok. In der Pandemie entstand eine riesige Sehnsucht nach Nähe, Energie und Auszeit vom Alltag. Parallel dazu haben Plattformen wie TikTok den Sound, den Look und das ganze Lebensgefühl massiv gepusht. Heute geht es nicht mehr nur um die Beats – es geht um ein Lebensgefühl. Raves, Festivals und Kinky- Events sind eine Symbiose aus Musik, Mode, Ausdruck und Lifestyle. Das Gesamtbild zählt: der Look, die Stimmung, die passenden DJs. Daraus ist eine Welle der Begeisterung entstanden – ein echtes BÄHM!
Neben Kinky-Partys hast du schon auf vielen verschiedenen Events und in ganz diversen Settings gespielt – zum Beispiel auf dem Wagen von Amnesty International beim CSD Köln, auf der Gamescom, bei Store-Eröffnungen oder der ADAC Auto Rallye. Wie unterscheidet sich das Publikum und deine Spielart jeweils – wie würdest du den Vibe beschreiben?
Jedes Event hat seinen ganz eigenen Vibe – und genau das liebe ich. Beim CSD etwa geht es um pure Lebensfreude, Vielfalt und das Miteinander. Da wähle ich Sets mit eingängigen Vocals und mitreißenden Beats, die sofort ins Herz gehen und die Menschen zum Mitsingen einladen. Es geht um Gänsehaut, Zusammenhalt und das Feiern des Lebens.
Die Gamescom präsentiere ich mit einem modernen Sound, cool und stylish – elektronisch. Es geht nicht um eine wilde Party, sondern um den perfekten Vibe zwischen Gaming, Lifestyle und Musik.
Was war dein bisheriges DJ-Highlight?
Ich durfte im Red Bull Promo-Car auflegen – mitten auf dem Eventgelände, mit Blick auf einen Hügel, auf dem sich tausende Menschen versammelt hatten. Das war noch recht früh meiner DJ-Laufbahn. In der Rallye-Pause war die Stimmung elektrisierend. Eigentlich wollte ich vorher noch ins Hotel, um mich frisch zu machen – doch dann kam der Anruf im Zug: „Meela, es geht gleich los – du musst direkt zum Gelände!“
Ab da lief alles wie im Rausch. Aufgeregt bis in die Fingerspitzen stand ich zitternd an der Technik. Während ich spielte, wurde mein Set live auf riesige Leinwände übertragen. Es war kein typischer Club-Gig – sondern eine riesige Bühne, eine völlig andere Energie.
Das Adrenalin, die Dimension des Moments, die Verbindung zum Publikum – all das machte diesen Auftritt zu etwas ganz Besonderem. Ein Erlebnis, das für immer einen Platz in meinem Herzen hat.

Wie würdest du den Sound den du spielst beschreiben? An wen richtet er sich?
Mein Sound richtet sich immer nach der Veranstaltung. Während ich in der Szene – und Clubnächte treibenden Tech-House spiele, bewege ich mich die meiste Zeit im Bereich House und moderner elektronischer Hits – gerne mit bekannten Vocals die Emotionen wecken. Meine Sets richten sich an Menschen, die Musik nicht nur hören, sondern fühlen wollen. Mein Ziel ist es, mit jedem Set den passenden Vibe zu kreieren: mal druckvoll und energiegeladen, mal groovig und stilvoll – immer so, dass Musik und Publikum eins werden.
Wie baust du eine Verbindung zum Publikum auf?
Für mich ist DJing weit mehr als nur Musik aufzulegen – es ist ein Gespräch ohne Worte. Ich tanze mit, atme die Musik, gebe meine Energie an das Publikum zurück und nehme ihre Vibes gleichzeitig auf. Durch Blickkontakt, Körpersprache und den richtigen Track im richtigen Moment entsteht eine Synergie – ein gemeinsamer Herzschlag, bei dem wir alle eins werden. Genau das macht jede Nacht so besonders.
Ich beobachte die Menschen genau – ich sehe, wenn sie nach einem eingängigen Vocal lechzen oder wenn sie nur darauf warten, dass die Energie explodiert. Diese kleinen Signale fange ich auf und verwandle sie in den Moment, auf den alle gewartet haben.
Ein DJ lebt durch die Gäste – und die Gäste durch die Musik des DJs. Wir sind keine getrennten Welten, kein ‚ich hier oben, ihr da unten‘ – wir sind ein gemeinsamer Puls, ein Herzschlag, eine Einheit. Genau das lebe ich – und genau das spüren die Menschen bei jedem meiner Auftritte.

Was dürfen wir demnächst von dir erwarten?
Ich arbeite gerade an einem neuen Track, mit dem ich wieder an den Sound von „MAGIC MUSIC“ anknüpfen möchte – einem Song, der für mich die Sprache der Seele, der Liebe und des Publikums ist.
Die Vocals sind schon im Kopf, der Beat steht, und ich bin zuversichtlich, dass der Track noch in diesem Jahr fertig wird.
Das Musikvideo zu „MAGIC MUSIC“:
Ob in der hedonistischen Szene oder bei Corporate Events – beide Seiten haben mir gezeigt, dass es nie um Tabus und Schubladen geht. Am Ende zählt nur, was Musik immer schafft: Menschen verbinden, Emotionen wecken und einen Moment kreieren, der bleibt.
Zum Abschluss: Beschreibe DJane Meela in drei Worten.
Leidenschaftlich. Authentisch. Energetisch.
Danke dir für das Interview!
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