DOCKLAND SEASON 2026 – MÜNSTER ELECTRONIC CITY

Dockland

Als die Dockland-Crew 2023 den Entschluss fasste, das etablierte Beach-Club-Konzept hinter sich zu lassen und erstmals seit 2004 wieder einen eigenen Club zu entwickeln, war das alles andere als ein Selbstläufer. Mit dem „Coconutbeach“ existierte eine funktionierende, erfolgreiche Venue – und auch das Umfeld schien zunächst nicht zwingend nach radikalem Wandel zu verlangen. Doch genau dieser Schritt hat sich ausgezahlt: Seit der Eröffnung im April 2025 ist das neue Dockland längst mehr als nur ein Nachfolger, sondern eine feste Größe in der deutschen Open-Air- und Clublandschaft.

Dass Münster dabei nicht mit Metropolen wie New York vergleichbar ist, wird oft angeführt – gleichzeitig liegt genau hier ein Teil der Stärke. Die hohe Studierendendichte und eine lebendige Kunst- und Kulturszene sorgen für ein offenes, neugieriges Publikum. Ein Umfeld, das neue Konzepte nicht nur zulässt, sondern aktiv trägt.

Docklands Festival

Die Saison 2026 läuft bereits auf Hochtouren und wurde standesgemäß mit einer ausverkauften Show von Chris Stussy eröffnet. Im weiteren Verlauf zeigt sich die programmatische Bandbreite mit Acts wie ÂME DJ, Henrik Schwarz, Jimi Jules oder Job Jobse. Ergänzt wird das elektronische Spektrum durch gezielte Ausflüge in andere Genres – etwa wenn Hip-Hop-Legende Redman am 13. Juni im Rahmen der „Old but Gold“-Reihe live auftritt und damit die Wurzeln der Crew widerspiegelt.

Dockland

Auch infrastrukturell hat sich einiges getan. Ein d&b audiotechnik Soundsystem, weitreichende Überdachungen und eine prägnante Lichtinstallation sorgen für ein Setup, das Clubnähe mit Open-Air-Dimension verbindet. Mit einer Kapazität von bis zu 2.500 Besucher*innen entsteht eine Balance, die sowohl intime Momente als auch größere Produktionen zulässt.

Nach einer ersten Saison, die laut Betreiber Thomas Pieper die Erwartungen deutlich übertraf, wurden frühzeitig Anpassungen angestoßen. Im Fokus standen dabei vor allem zwei Faktoren: das unberechenbare Wetter und die steigende Nachfrage nach Daytime-Events. Die Lösung sind mobile Seitenwände, mit denen sich das Gelände vollständig schließen lässt. Damit wird das Dockland unabhängig von äußeren Bedingungen und kann künftig ganzjährig bespielt werden – ein entscheidender Schritt hin zu mehr Planungssicherheit und programmatischer Vielfalt.

The Island Festival

Ein zentrales Element bleibt die enge Verzahnung von Day- und Night-Konzept. Aufgrund von Lärmschutzauflagen endet die Beschallung unter freiem Himmel um 22 Uhr, doch statt eines harten Cuts entsteht ein fließender Übergang: Nur wenige Meter entfernt übernimmt der Fusion Club und führt die Nacht nahtlos fort. Dieses Zusammenspiel schafft nicht nur einen natürlichen Flow, sondern nimmt auch die sonst üblichen Wartezeiten aus dem Cluberlebnis.

The Island Festival

Mit Formaten wie dem Docklands Festival rund um den Hawerkamp, internationalen Showcases und Off-Locations sowie Projekten wie dem „The Island Festival“ in Kroatien denkt die Crew ohnehin längst über die eigene Venue hinaus. Das Dockland ist damit nicht nur Ort, sondern Ausgangspunkt – für ein Konzept, das sich kontinuierlich weiterentwickelt und 2026 mehr denn je zeigt, wie flexibel moderne Clubkultur gedacht werden kann.

The Island Festival

DOCKLAND SEASON 2026

27.05.2026 – Kanello Opening
Âme, DJ Trikk, Alicia Hahn

06.06.2026 – Docklands Festival
Âme (Live B2B), Henrik Schwarz (Live), Adrian Mills, Cinthie, Desiree (B2B), Jimi Jules, Jamback, DJ Gigola, Kalte Liebe, Marlon Hoffstadt, Schrotthagen

20.06.2026 – Kanello
Job Jobse, FKA.M4A

04.07.2026 – Desire
DJ Heartstring, Malugi, Davyboi

18.07.2026 – Kanello
Oliver Koletzki, AVA Irandoost, Jonathan Kaspar

08.08.2026 – Adrenaline Family Tour
Cloudy, Kuko

12.09.2026 – Dockland Closing
Special Guest (tba)

Aus dem FAZEmag 171/05.2026
Text: Triple P
www.dockland.de