
Die zweite Folge von „Club-Legenden – Diskotheken, die Geschichte schrieben“ hebt u. a. Hamburgs „Voilà“ in den Vordergrund.
Aus mehr als 300 Einsendungen wählte der NDR vier norddeutsche Clubs aus. Neben dem „Voilà“ sind die „Ziegelei“ in Groß Weeden, das „Fiz Oblon“ in Bippen und das „Gummibärchen“ in Schwerin dabei.
Die Doku-Reihe blickt auf die 1980er- und 1990er-Jahre zurück, als Clubs vor Smartphones und Social Media Treffpunkte und Freiräume waren. Die Folge ist bereits in der ARD-Mediathek abrufbar und läuft am Montag, 26. Oktober, um 22.45 Uhr im NDR Fernsehen.
Das „Voilà“ eröffnete 1983 unter dem Namen „Musikgalerie“ in einer ehemaligen Lagerhalle an der Conventstraße in Hamburg-Eilbek. Schon 1987 legte Sven Väth dort auf. In den 1990er-Jahren entwickelte sich der Club zu einer festen Adresse für House und Techno.
1993 übernahmen die Zwillingsbrüder Frederik und Gerrit Braun das „Voilà“ von Gründer Karsten Kolberg. Bevor sie später mit dem Miniatur Wunderland bekannt wurden, prägten sie die Hamburger Clubszene. Für den Club richteten sie einen Mainfloor, eine eigene House-Area und einen Chill-Raum ein.
Auch das Publikum wechselte mit den Wochentagen: Mittwochs traf sich im „Voilà“ die Hamburger Gastroszene, samstags kamen vor allem Fans elektronischer Musik. Freitags veranstalteten die Braun-Brüder Flirtpartys. Sie mutmaßten später, wie viele Paare und vielleicht sogar Familien daraus hervorgegangen sein könnten.
Das „Voilà“ war kein reiner Underground-Club. Es verband elektronische Musik mit einem breiteren Nachtleben und spiegelte damit den Wandel der Szene: House und Techno fanden in den 1990er-Jahren auch außerhalb spezialisierter Szenekeller ein größeres Publikum.
Die Braun-Brüder verkauften den Club 2001. 2006 schloss das „Voilà“ endgültig. Am selben Standort befindet sich heute der Club H1.
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Quelle: NDR
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