Drogendeals für geheimes Techno-Event geplant: Mann verhaftet

Ein geheimer Techno-Rave, geplante Drogengeschäfte und ein mutmaßlicher Drahtzieher: Die Polizei Worms und die Staatsanwaltschaft Mainz haben einen 57-jährigen Mann festgenommen, der mit erheblichen Mengen Amphetamin gehandelt haben soll. Der Verdächtige befindet sich inzwischen in Untersuchungshaft.

Laut den Behörden soll der Mann geplant haben, Drogen gezielt bei einem von ihm organisierten, geheimen Techno-Event in den Umlauf zu bringen. Die Ermittlungen liefen bereits seit April – und zwar verdeckt. Bei der Festnahme stellten die Beamten insgesamt zehn Kilogramm Amphetamin, mehrere Hundert Gramm Ecstasy sowie 1,6 Kilogramm Marihuana sicher.

Zusätzlich wurden mehrere Tausend Euro Bargeld gefunden. Die Ermittler vermuten, dass es sich um Einnahmen aus dem Drogenhandel handelt. Die Dimension des Falls lässt auf ein organisiertes Netzwerk schließen, das sich offenbar auf die Szene rund um illegale Raves konzentriert.

Ein möglicher Verbindungspunkt in diesem Fall ist ein bereits im Mai festgenommenes Trio aus Wöllstein. Die Polizei nahm ein Ehepaar im Alter von 57 und 45 Jahren sowie einen weiteren Mann (56) fest. Auch sie sitzen seitdem in Untersuchungshaft.

„Bei ihrer Festnahme konnten 3,5 kg Amphetamin und mehr als 100.000 Euro mutmaßlichen Drogengeldes beschlagnahmt werden“, erklärten Polizei und Staatsanwaltschaft. Der nun festgenommene 57-Jährige soll laut den Ermittlungen als Lieferant für das Trio agiert haben.

Die Ermittlungen deuten auf eine enge Verbindung zwischen dem Drogenhandel und der Partyszene hin. Gerade geheime Techno-Events gelten als anfällig für den illegalen Vertrieb von Betäubungsmitteln, da sie häufig ohne behördliche Genehmigung stattfinden und schwer kontrollierbar sind.

Der Verdächtige war offenbar nicht nur als Dealer, sondern auch als Veranstalter aktiv. Durch die Verbindung von Eventorganisation und Drogenvertrieb habe er versucht, eine geschlossene Versorgungsstruktur zu schaffen. Weitere Ermittlungen sollen das Netzwerk nun weiter aufdecken.

Quelle: ZEIT

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