
16 Jahre nach der Loveparade-Katastrophe erinnert Duisburg heute, am 24. Juli 2026, an die 21 Todesopfer des Unglücks.
Erstmals übernimmt die Stadt selbst die Ausrichtung der offiziellen Gedenkveranstaltung. Parallel dazu hat die ARD eine neue Dokumentation angekündigt, die sich mit der Geschichte der Loveparade und ihrer Verbindung zu Rave The Planet beschäftigt.
Bei der Loveparade am 24. Juli 2010 waren im Gedränge am Zugangsbereich des Karl-Lehr-Tunnels 21 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 500 weitere wurden verletzt. Auch in diesem Jahr kommen Angehörige, Betroffene und Bürger an der Gedenkstätte zusammen, um der Opfer zu gedenken.
Die öffentliche Erinnerungsveranstaltung findet am Nachmittag direkt am Karl-Lehr-Tunnel statt. Dort sprechen unter anderem Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link sowie der Theologe und freie Redner Stephan Steinbach.
Zuvor ist in der Salvatorkirche ein nicht öffentlicher Gottesdienst ausschließlich für die Familien und Angehörigen der Verstorbenen vorgesehen. Dass die Stadt Duisburg die Gedenkfeier erstmals selbst organisiert, hängt mit dem Ende der Opferstiftung „Duisburg 24.07.2010“ zusammen.
Die Stiftung war von Beginn an als zeitlich begrenzte Einrichtung konzipiert und wurde Ende 2025 planmäßig aufgelöst. Mit der Auflösung der Stiftung verändert sich auch die Form des Gedenkens.
Die „Nacht der 1.000 Lichter“, bei der in den vergangenen Jahren am Vorabend des Jahrestags zahlreiche Kerzen am Unglücksort entzündet wurden, findet diesmal nicht mehr statt. Unverändert bestehen bleibt dagegen die Gedenkstätte am Karl-Lehr-Tunnel.
Besucher können sich dort künftig über Infotafeln mit QR-Codes per Smartphone über den Ablauf des Unglücks sowie dessen spätere Aufarbeitung informieren. Auch im Fernsehen wird die Geschichte der Loveparade in den kommenden Tagen aufgegriffen.
Die ARD startet ihren fünfmonatigen Themenschwerpunkt „Welcome To The Club“ mit der Dokumentation „Love is Stronger. Von Loveparade zu Rave The Planet“. Der Film ist ab dem 31. Juli in der ARD Mediathek verfügbar.
Die Fernsehausstrahlung folgt am 12. August im rbb. Beteiligt an dem Projekt sind ARD Kultur, WDR, rbb und SWR. Eine erste Ankündigung erfolgte bereits Ende des vergangenen Jahres (FAZEmag berichtete).
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Quelle: WDR / Loop Rituals
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