regression


Sonntagabend. Wer keine Lust auf Tatort hat, findet hier ein paar Tipps für einen kuscheligen Abend.

Die Golden Globes liegen hinter uns, und die Oscars ebenfalls. Aber widmen wir uns hier ein paar Neuvorstellungen des Monats, auch wenn diese rein gar nichts mit den Oscars zu tun haben.

„Deathgasm“ (Tiberius) ist eine Splatter-Heavy-Metal-Groteske des neuseeländischen Regisseurs Jason Lei Howden um die gleichnamige Provinz-Metal-Band. Die Macher der Band wollen berühmt werden, müssen sich aber zuerst in ihrer Heimatstadt einen Zombie-Armee erwehren. Beim diesjährigen Fantasy Filmfest erntete der blutige Streifen großen Applaus und auf anderen Festivals wurde er zum Publikumsliebling gewählt. Und womit? Mit Recht, denn „Deathgasm“ ist laut, witzig und sehr blutig.

Mehr als nur Glück braucht Zeki Müller aka Elyas M’Barek in der Fortsetzung des Überraschungshits „Fack Ju Göhte 2“ (Constantin Film), denn Zeki ist genervt von seinem Job. Das frühe Aufstehen, die aufmüpfigen Schüler und Direktorin Gerster (Katja Riemann) sorgen dafür, dass er seinen Job hinschmeißen will. Stattdessen landet er zusammen mit Frau Schnabelstedt (Karoline Herfurth) auf einer Klassenfahrt in einem thailändischen Küstendorf und stolpert dort von einer peinlichen Situation in die nächste.

Ebenfalls verreist ist mein aktueller Lieblings-Action-Mime Scott Adkins in „Zero Tolerance“ (Tiberius) und zwar nach Bangkok. Seine Tochter wird im Chao Praya River in Bangkok tot aufgefunden. Zusammen mit dem ermittelnden Cop macht sich Johnny auf die Suche nach den Mördern. Das muss als Story reichen. Martial-Arts vom Feinsten und reihenweise blutige Backen sind hier keine Überraschung.


Das Ende diesen Abends markiert der über alle Maßen großartige „Regression“ (Tobis Film), der vor kurzem in die Videotheken gekommen ist. Der Film spielt in einer Kleinstadt in Minnesota des Jahres 1990: Ethan Hawke verkörpert den Polizisten Detective Bruce Kenner, der im Fall der jungen Angela Gray ermittelt, die ihren Vater des sexuellen Missbrauchs bezichtigt. Als sich dieser, unerwartet und ohne sich überhaupt an die Tat erinnern zu können, schuldig bekennt, wird ein renommierter Psychologe hinzugezogen, um Johns verdrängte Erinnerungen mit Hilfe einer Regressionstherapie wieder hervorzuholen. Dabei tritt allmählich ein Geheimnis von ungeahntem Ausmaß zutage. Angela scheint nicht nur das Opfer ihres eigenen Vaters, sondern auch einer satanischen Sekte geworden zu sein. Klingt nicht nur sehr spannend sondern ist von Regisseur Alejandro Amenábar auch sehr spannend inszeniert worden.

Ok, einen haben wir noch. Und es wird noch gruseliger. In „Sinister 2“ (Universal) versteckt sich die ängstliche Ehefrau Courtney mit ihren Zwillingen Dylan und Zach vor dem gewalttätigen Ehemann, der ihnen Familie dicht auf den Fersen ist. Sie verstecken sich in einem abgelegenen Haus, ahnen jedoch nichts von der wahren Bedrohung und dem Fluch, der auf dem alten Haus liegt. Ein Ex-Polizist, der bereits seit Jahren das Ziel gefasst hat, das verwünschte Haus niederzubrennen, kommt der Familie zu Hilfe. Aber es scheint schon zu spät zu sein.

Bis nächsten Monat, Euer Tom Six Jr.