Elektronische Musik ist besser für dich als deine Eltern denken


 

Elektronische Musik ist besser für dich als deine Eltern denken

Eltern machen sich oft Sorgen um ihren Nachwuchs. Wenn er noch klein ist, lassen sie ihn nie ohne Jacke, Mütze und Schal aus dem Haus. Wenn er erst einmal groß genug ist, um selbst über seine Winterkleidung zu entscheiden, treten andere Gefahren als Erkältungen in den Vordergrund. Zum Beispiel der Musikgeschmack. Früher galten Sittenverfall durch freizügige Texte oder Teufelsanbetung wegen Metal-Musik als Bedrohung, heute geistern Gerüchte herum, nach denen die wummernden Bässe von elektronischer Musik Gesundheitsschäden verursachen. Sie sollen etwa den Herzrhythmus durcheinanderbringen oder gar Gehirnzellen zerstören. Liebe Mamas: Macht euch keine Sorgen um eure Töchter und Söhne, nur weil sie auf EDM stehen. Denn elektronische Musik ist gar nicht so gefährlich wie es immer heißt. Sie kann sogar Gutes tun.

 

Elektronische Musik verbessert die Konzentration

Viele Studenten lassen gerne elektronische Musik im Hintergrund laufen, wenn sie lernen. Das ist kein Zeichen dafür, dass sie nicht bei der Sache sind und ihre Prüfung versemmeln werden. Vielmehr hilft es ihnen dabei, sich zu konzentrieren. Das ist nicht nur ein Gefühl, das viele Menschen teilen. Es gibt auch Studien, die diesen Effekt belegen. Denn die Musik regt das Gehirn an und fördert unter anderem die Ausschüttung des Botenstoffs Dopamin, der die Konzentration verbessert. Das ist auch der Grund dafür, warum elektronische Musik oft im Soundtrack von Videospielen vorkommt. Die Entwickler setzen dabei oft auf grelle Klänge, wie es bei vielen Spielen in Casinos ohne Einzahlung der Fall ist. Dort gibt es zahlreiche Spieler, die sich eher beiläufig aufgrund der Freispiele oder des kostenlosen Bonusguthabens angemeldet haben. Um diese Gelegenheits-Nutzer auch langfristig als Kunden zu gewinnen, spielt die Musik eine entscheidende Rolle. Die aufregenden Klänge verhindern, dass Eintönigkeit entsteht, und vergrößern den Spannungsfaktor noch einmal erheblich. Das ist bei Spielen wie Slots besonders wichtig, da häufig viele Runden ohne besondere Ereignisse vergehen. So steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Nutzer auch über die Probezeit hinaus weiterspielen. Aber auch zahlreiche Handyspiele setzen auf laute elektronische Musik, um die Aufmerksamkeit des Spielers zu binden. Natürlich gibt es auch andere Musik-Genres, die die Konzentration fördern. Aber es hört nun einmal nicht jeder gerne Vivaldi oder Mozart. Bei normaler Popmusik sind die Texte hingegen häufig eine Ablenkung.

Elektronische Musik macht glücklich

Genauso wie andere Musik kann auch elektronische Musik echte Glücksgefühle wecken. Vielleicht nicht bei den Nachbarn, die wegen der Bässe nicht schlafen können, oder bei den Eltern, die sich sorgen um den kulturellen Verfall ihrer Kinder machen. Aber beim Hörer dafür umso mehr. Auch das hat mit der Ausschüttung des Botenstoffs Dopamin zu tun, denn der kann weit mehr, als nur die Konzentration zu verbessern. Er kann auch Euphorie hervorrufen. Tatsächlich gibt es viele Drogen, die auf das Dopaminsystem einwirken und so ihre Wirkung erzielen. Im Gegensatz zu solchen Stoffen hat elektronische Musik aber keine bekannten Nebenwirkungen. Eigentlich braucht es keine Studie, um festzustellen, dass elektronische Musik glücklich machen kann – es reicht, einmal einen Hörer zu befragen. Aber wenn die Mutter das wieder einmal partout nicht glauben will und finstere Ursachen hinter der House-Vorliebe ihres Sohnes vermutet, kann man sie ja durchaus über die Wissenschaft zu diesem Thema aufklären.

Elektronische Musik verbessert die sportliche Leistung

Indirekt kann elektronische Musik übrigens auch fitter machen. Vielleicht nicht unbedingt, weil man die ganze Nacht dazu tanzt, denn das stellt für den Körper dann doch eine ziemliche Belastung dar. Aber wer beim Training EDM hört, kann dadurch tatsächlich seine Leistung steigern. Vielleicht hält er beim Joggen ein paar Kilometer länger durch oder kann im Fitness-Studio höhere Gewichte heben. Woran liegt es? Die Antwort ist wieder einmal die gleiche: Die Botenstoffe sind für die Wirkung verantwortlich. Dopamin steigert nämlich auch die Motivation und verringert zudem die Schmerzwahrnehmung, sodass man beim Training länger durchhält. Außerdem verursacht schnelle elektronische Musik auch die Freisetzung von Adrenalin, wodurch der Körper mehr Energie für die Muskeln zur Verfügung stellen kann. Aus diesen Gründen hören auch viele erfolgreiche Sportler beim Training elektronische Musik, um sich selbst zu Höchstleistungen anzuspornen.

Was ist dran an den Gerüchten?

Aber woher kommen eigentlich all die Gerüchte über negative Auswirkungen elektronischer Musik? Teilweise entspringen sie wahrscheinlich einfach nur der Fantasie besorgter Eltern. Zumindest hat noch nie irgendjemand eine echte Erklärung dafür geliefert, wie EDM Gehirnzellen abtöten soll. Das Gerücht, dass EDM den Herzschlag beschleunigen kann, hat aber einen wahren Kern. Denn ein erhöhter Adrenalinspiegel bewirkt tatsächlich genau das und verursacht zudem einen höheren Blutdruck. Das ist allerdings nicht wirklich ein Grund zur Sorge. Denselben Effekt haben beispielsweise sportliche Betätigung oder ein Termin mit dem Chef in der Arbeit. Vorübergehende Erhöhungen von Puls und Blutdruck sind völlig normal und ungefährlich. Erst durch die Dauerbelastung werden sie zum Problem. Allerdings hört kaum jemand rund um die Uhr lauten Techno. Schließlich gibt es noch einen dritten Grund für den schlechten Ruf von elektronischer Musik: Sie wird mit exzessivem Feiern und Berichten über kollabierte Partygänger in Verbindung gebracht. Solche Fälle gibt es natürlich – aber schließlich gibt es auch genügend Fans elektronischer Musik, die ihre Grenzen kennen und es nicht übertreiben.