
In der dritten Folge der Doku-Serie „Berlin Sounds“ erzählt Ellen Allien von der elektrisierenden Entwicklung Berlins in den 2000er Jahren. Die Stadt war damals ein Magnet für internationale Künstler, und Techno entwickelte sich zu einem der prägenden musikalischen Stilrichtungen der Metropole.
„Bewegen, den Körper spüren oder sich auch mal sexy fühlen. Ist alles nichts Neues. Haben wir nach dem zweiten Weltkrieg vielleicht ein bisschen verloren und in Berlin wiedergefunden. Deswegen sind auch alle auf die Loveparade gerannt oder in die Clubs. Alles lockerte sich“, erklärt die DJ und Produzentin.
Für sie ist Berlin nicht nur eine Musikstadt, sondern auch ein Ort, an dem die Menschen ihre Freiheit und ihre Sinne auf neue Weise entdecken können. In dieser Zeit gründete sie ihr eigenes Label, das Künstlern Raum gab, ihre eigene Identität auszudrücken.
„Ich habe ein Label gegründet, wo jeder Artist für sich steht und wo jeder Platz hat. So wie Berlin eben war. Und das ist auch bis heute so“, so Allien. Ihr Ansatz reflektiert die Offenheit Berlins, wo musikalische Vielfalt und kreative Freiheit auf einzigartige Weise miteinander verschmolzen.
Berlin war in den frühen 2000er Jahren ein Schmelztiegel verschiedenster Musikrichtungen. „In Berlin konnten wir damals alles spielen, Hardcore, House und Elektro. Alles war möglich und das habe ich bis heute in mir“, betont die Künstlerin.
Diese Flexibilität war es, die Berlin zu einem weltweiten Hotspot für elektronische Musik machte. Die Doku-Serie wirft einen Blick auf diese Jahre und beleuchtet nicht nur die Entwicklung von Techno, sondern auch die Herausforderungen, mit denen Berlin in dieser Zeit konfrontiert war.
Von den Schuldenbergen bis hin zur Gentrifizierung – die Stadt blieb trotz all ihrer Probleme ein kreativer Nährboden für neue Ideen. Allien selbst bleibt ein Symbol für die Kraft der elektronischen Musikszene, die nicht nur aus Clubs und Festivals besteht, sondern auch aus einer Haltung zur Freiheit und zur Kunst.
Quelle: ARD
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