Dass ESNS einer der wichtigsten globalen Musikkongresse ist … dass er musikalisch gesehen genre-übergreifend ist … dass hier der Blickwinkel vor allem auf den Stars von morgen liegt, den Newcomern also … und dass ESNS mehr als 40.000 Besucher, 4.000 Konferenzteilnehmer und Konzerte in mehr als 50 Locations vorzuweisen hat – das wisst ihr natürlich längst. Viele weitere Infos findet ihr auf unserer Website www.fazemag.de. Gucken wir doch nun mal auf eine Band, die (noch) nicht jedem von euch bekannt sein dürfte: Monumental Men. Mit ihnen haben wir einen kleinen Plausch geführt.

Unseren Lesern müssen wir das Projekt „Round Table Knights“ sicher nicht erklären, hinter dem zwei von drei der Monumental Men stecken. Der Achtungserfolg „Calypso“ hat derzeit auf YouTube mehr als 17 Millionen Klicks. Wie war der Weg von den Round Table Knights zu Monumental Men?
Die Ausgangslage ist etwas anders. Nur ein Mitglied von Round Table Knights ist auch Teil von Monumental Men. Wir verstehen Monumental Men also nicht als Folgeprojekt von RTK.

Wie würdet ihr Leuten euren Sound beschreiben, die von euch weder gehört noch einen eurer Tracks gestreamt haben?
Wir arbeiten mit einem stilistisch breiten Songwriting-Prozess. Als entsprechend vielseitig empfinden wir auch die Klangbilder, die wir für unsere Songs kreieren. Aber klar, wir mögen das Spiel mit dem Monumentalen und fühlen uns mit einem cineastischen Ansatz immer wohl. Das zieht sich dann wohl am ehesten als roter Faden durch.

Auf der ESNS-Website sind die Videos zu „Enemy“ und „Navigate“ hinterlegt. Gibt es noch weitere Produktionen und was ist in naher und ferner Zukunft so geplant?
Wir bewundern Barbu und Supermafia, welche die Videos zu „Enemy“ und „Navigate“ gemacht haben und sind sehr stolz auf diese Werke. Visuell arbeiten wir aber vor allem für die Bühne und unsere Shows.

Wenn wir gerade schon bei ESNS sind: Wir wichtig – findet ihr – sind solche internationalen Musikkongresse und mit welcher Erwartungshaltung kann / sollte man rangehen?
Wir lieben die Energie bei Konzerten. Schön, wenn wir vor einem Publikum spielen dürfen, dass darauf brennt, neue Musik zu entdecken.

Ihr spielt während des ESNS ja auch eine Live-Show. Wann und wo? Und was können die Gäste so erwarten?
Wir spielen eigentlich nur Live-Shows, DJ-Sets sind trotz unseres Werdegangs in der Clubkultur für den Moment kein Thema. Auf der Bühne wollen wir in der Verschmelzung aller Arbeiten unseres Kollektivs ein Gesamtwerk präsentieren, dass durch eine klare Form überzeugt. Unser Ansatz ist stark visuell geprägt. Als Performer nehmen wir uns bewusst zurück. Bei ESNS spielen wir am 15. Januar.

Ihr stammt aus dem Land, das beim ESNS 2020 das „Fokus Country“ ist: die Schweiz. Wie seht ihr die momentane Club- und Musikszene in eurem Heimatland?
Es macht Spaß, sich durch das ESNS Line-up zu hören. Auch die Schweizer Acts kennen wir längst nicht alle. Und es sind tolle Sachen darunter, so schlecht kann es also nicht stehen.

Da wir auch viele technikinteressierte Leser haben: Welches Equipment verwendet ihr im Studio – und welches auf der Bühne?
Im Studio vor allem Piano, Gitarre und Schlagzeug. Live alles eine Spur kompakter: Roland Juno, SPD-SX, Drumcomputer und Live-Sequencer.

ESNS (Eurosonic Noorderslag) // 15.-18.01.2020 // Groningen (Niederlande)

neue Namen im Line-up (Auszug): Monumental Men, Bobby Oroza, Duncan Laurence, Junior Brother, Kai Schumacher, Moyka, Presient Bongo, Some Sprouts, Sophie Hunger & Julian Sartorius, Wolf & Moon, The Clockworks, Jules Ahoi, Eefje de Visser, Cell7, Bratfi, Boundaries, I See Rivers, Lankum, Ponzio Pilates u. v. a.

Das gesamte Line-up und weitere Infos findet ihr hier: www.esns.nl

Foto: Ian G.C