
Der in Venezuela geborene und in Brooklyn lebende DJ, Kurator und Produzent Manu Miran veröffentlicht mit „Bang U“ seine erste eigene Produktion. Die EP erscheint auf Muy Muy Limited, dem zwischen Los Angeles und Mexiko-Stadt verankerten Underground-Label, das lateinamerikanische Produzent:innen, queere Clubkultur und Community-orientierte elektronische Musik in den Mittelpunkt stellt.
„Bang U“ ist ein hypnotischer, langsam brennender Techno-Track, der seine Wirkung nicht über Überladung, sondern über Spannung und Präzision entfaltet. Rollende Percussion, vielschichtige Drum-Grooves und ein subtiler Low-End-Druck bilden das Fundament. Nach und nach öffnet sich der Track in eine helle, progressive Akkordfolge, die den Moment anhebt, ohne die kontrollierte Energie zu verlieren.
Gerade diese Zurückhaltung macht „Bang U“ so stark. Manu Miran sucht nicht den lauten Effekt, sondern baut eine Atmosphäre, die sich langsam in den Körper schiebt. Der Track funktioniert im dichten, dunklen Raum eines Late-Night-Floors ebenso wie in einem Open-Air-Moment, in dem Bewegung, Gemeinschaft und emotionale Entladung zusammenkommen. Die EP wird durch zwei Remixe erweitert. Kodemul aus Mexico City liefert eine treibende Version mit industrieller Härte und lateinamerikanisch geprägter Club-Energie. Perfect Lovers, Labelhead von Muy Muy Limited, schlägt einen zurückhaltenderen Weg ein und verwandelt „Bang U“ in eine rauchige, melodische After-Hours-Version, die klingt, als würde langsam Tageslicht durch das Fenster fallen.
Dass dieses Debüt im Pride-Monat erscheint, wirkt konsequent. Manu Miran hat sich über Jahre nicht nur als DJ, sondern auch als Community-Builder und Aktivist etabliert. Mit Visceral gründete er eine interdisziplinäre Techno-Plattform für radikale Inklusivität von POC, LGBTQ+ und Menschen mit Behinderung. In New York wurde er zu einer festen Größe in Räumen wie Basement, Nowadays, Public Records, Paragon, Battle Hymn und The Spectrum. Mit „Bang U“ wechselt Manu Miran nun erstmals offiziell auf die Produzentenseite. Das Ergebnis klingt nicht wie ein erster Versuch, sondern wie ein klares Statement: hypnotisch, körperlich, gemeinschaftlich und tief im queeren Underground verwurzelt.
Tracklist: Manu Miran – Bang U (Muy Muy Limited)
01. Manu Miran – Bang U
02. Manu Miran – Bang U (Kodemul Remix)
03. Manu Miran – Bang U (Perfect Lovers Remix)