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Solomun, Klaudia Gawlas, Chris Liebling – das waren die bisherigen Gewinner der Königsdisziplin „DJ“. Klaudia Gawlas schaffte es vier Mal an die Spitze, Liebing und Solomun je ein Mal – letzterer schaffte im vergangenen Jahr. Es gibt also eine neue Nummer 1 …

01 Boris Brejcha
02 Klaudia Gawlas
03 Solomun
04 Charlotte de Witte
05 Sven Väth
06 Pappenheimer
07 Amelie Lens
08 Adam Beyer
09 Neelix
10 DJ Koze

11 Drumcomplex
12 Richie Hawtin
13 Pan-Pot
14 Maceo Plex
15 Monika Kruse
16 Nina Kraviz
17 Karotte
18 Paul van Dyk

Foto: Boris Brejcha, April 2018 © Florian Schmitt I Flocreates

Foto: Boris Brejcha, April 2018 © Florian Schmitt I Flocreates

Interview mit Boris Brejcha

Boris, du bist in der Kategorie „DJ“ ganz oben gelandet. Wie fühlt es sich an, nach vielen Jahren als DJ jetzt diesen Titel zu gewinnen?


Ehrlich gesagt bin ich etwas überrascht, denn grundsätzlich mache ich mir über solche Sachen keine allzu großen Gedanken. Es freut mich aber riesig, zum besten DJ gekürt worden zu sein. Das zeigt mir, dass ich vieles richtig gemacht habe, und spornt mich natürlich an, weiter am Ball zu bleiben. Ich kann nur Danke sagen. Es ist mir eine riesengroße Ehre! Ich habe mich gefreut wie ein kleines Kind und musste es direkt jedem erzählen.

Du hast in deinem Leben und in deiner Karriere schon vieles erlebt. Positive und negative Dinge. Was ist deiner Meinung nach wichtiger – auch als Tipp für jüngere DJs und Produzenten: Talent oder Beharrlichkeit? Und warum?


Ich würde sagen, dass beides wichtig ist. Ohne Talent kommt man nicht weit und ohne Beharrlichkeit auch nicht. Die Beharrlichkeit kann man aber erlernen. Das ist nur eine Einstellungssache. Talent kann man zumindest fördern, indem man beispielsweise Keyboard spielen lernt oder auch viel Zeit in das Produzieren von Musik investiert. Man sollte definitiv Spaß an der Musik haben und auch selbst dahinter stehen. Eine Karriere aufzubauen, erfordert viel Zeit und Geduld.

Was waren für dich die Highlights 2018?


Dazu zählt auf jeden Fall die Tatsache, dass ich das erste Mal auf Tomorrowland, Timewarp und auch Awakenings spielen durfte. Unabhängig davon konnten wir 2018 die ersten eigenen Konzerte in Europa umsetzen. Ein Projekt, an dem wir schon seit Jahren arbeiten und das wir 2018 dann endlich umsetzen konnten. Darauf bin ich besonders stolz. Auch auf das komplette Team, das im Hintergrund mitgewirkt hat.

Was steht 2019 an besonderen Events an?


Der Hauptfokus wird auf meinen Konzerten liegen. Aktuell haben wir ein Meeting nach dem anderen, um dieses Thema weiter auszubauen und neue Elemente zu platzieren. Zudem bin ich die nächsten drei Monate sehr viel im Studio, um neue Lieder zu produzieren. Ab April geht es dann wieder auf Tour. Zudem freue ich mich, das erste Mal auf dem Kappa FuturFestival spielen zu dürfen, und darauf, wieder eine Tour durch Amerika zu machen.

Im Sommer wird ein neues Album von dir erscheinen. Was dürfen wir erwarten?


Ja! Darauf freue ich mich schon so sehr. So viele Fans haben mich auch schon darauf angesprochen. Da sich über die Zeit einiges an Liedern angehäuft hat, freue ich mich, ein Album herauszubringen mit all den Songs, die mir persönlich sehr gut gefallen. Es wird ein Mix aus allem sein. Ganz viele Melodien, aber auch straighter Techno. Eine gesunde Mischung eben. So gefällt es mir am besten.

Als Tipp für Veranstalter: Was ist dir besonders wichtig und was ist ein No-Go?


Schön, dass ihr das ansprecht. Seit letztem Jahr haben wir nämlich einen „Happy Rider“ eingeführt. Diesen bekommt der Veranstalter einen Tag vor dem Event zugeschickt. Hierbei geht es nur um Kleinigkeiten. Zum Beispiel darum, dass wir bei Ankunft am Flughafen direkt mit Wasser oder einem kleinen Snack versorgt werden. Kleinigkeiten eben, die aber eine große Wirkung haben.

 

 

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