
Glückwunsch! Ihr habt ziemlich abgeräumt bei unserem Leserpoll: Platz 1 bei den Produzenten sowie Platz 2 bei den Alben und Platz 3 in der Kategorie Breakthrough! Wie fühlt sich das an für euch?
Wir sind unendlich dankbar! Am liebsten würden wir uns bei jedem persönlich bedanken!
Ihr habt einen ziemlich steilen Aufstieg hinter euch – und es geht ja auch noch weiter. Muss man zwischendurch auch mal innehalten und sich kneifen, um zu verstehen, was da gerade passiert?
Ja, tatsächlich! Bei unseren Gigs müssen wir uns zwischendurch immer mal umarmen, weil wir es selbst nicht fassen können und uns so freuen. Das sind für uns tolle Momente.
Wie erklärt ihr euch euren Erfolg?
Wir haben eine außergewöhnliche Geschichte. Bei uns gibt es keinen Generationenkonflikt, sondern eher das Gegenteil. In die Musik fließt einfach alles ein, der kleine Frühkomponist, der Punkgitarrist, der Chorknabe, der Jazzpianist, die beiden Filmkomponisten usw. So erklärt sich auch der Begriff des Cinematic-Techno ganz gut. Außerdem glauben wir, dass die Menschen spüren, welches liebevolle Verhältnis wir zueinander haben und dass wir die Freude an der Musik nach außen übertragen wollen.
Wie kann man euren Studio-Workflow – in wenigen Worten – beschreiben? Habt ihr Rituale, wer übernimmt was, wie ergänzt ihr euch?
Gios Ideen gleichen einem Wasserfall, da er sich gern an allen Genres bedient und Dieters Erfahrung und Gespür für Musik bringen diese dann schlussendlich in die richtige Bahn.
Welche Acts/Produzent*innen/Musiker*innen haben euch besonders geprägt? Und obwohl ihr alterstechnisch etwas auseinander liegt: Gibt es dahingehend bei euch beiden Überschneidungen?
Wir lieben beide klassische Musik und Filmmusik, von Tōru Takemitsu bis John Williams. Produzenten wie Skrillex, Fred again.., Flume und SOPHIE (um ein paar zu nennen) faszinieren uns sehr, da die Klangsprache sehr eigen ist.
Was dürfen wir von euch in diesem Jahr erwarten?
Wir werden ein weiteres Album herausbringen, mit einer neuen Vision und unserem aktuellen Schmerz, es geht dabei um Hoffnung, Verlust, neue Wege und Möglichkeiten. Diesmal geht es um die Gegenwart und die Zukunft. Davor ging es bei uns viel um die Vergangenheit.
Das komplette Ranking:
Aus dem FAZEmag 168/02.2026
Text: Terence Trance D’Arby
www.instagram.com/schrotthagen