
Im Berliner Club OXI in Lichtenberg ist in der Nacht zu Montag ein Feuer ausgebrochen.
Laut Berliner Feuerwehr geriet gegen 1.30 Uhr eine Holzkonstruktion im Innenhof des Clubs im Wiesenweg in Brand. Die Flammen griffen demnach auf eine angrenzende Holzfassade über. Drei Menschen bemerkten das Feuer, alarmierten die Feuerwehr und versuchten zunächst selbst, den Brand mit einem Feuerlöscher einzudämmen.
Um mögliche Glutnester zu erreichen, musste die Feuerwehr Teile der Holzfassade mit einer Motorkettensäge öffnen. Weitere Gebäudeteile wurden anschließend kontrolliert. Hinweise auf zusätzliche Rauch- oder Brandausbreitung gab es laut Feuerwehr nicht.
Verletzt wurde laut Tagesspiegel niemand. Rund 30 Einsatzkräfte mit acht Fahrzeugen waren etwa zwei Stunden vor Ort. Anschließend übernahm die Polizei die Ermittlungen zur Brandursache.
Zunächst teilte die Polizei mit, dass noch unklar sei, ob ein technischer Defekt oder Brandstiftung hinter dem Feuer stecke. Die Ermittlungen dauern weiterhin an. Mittlerweile hat sich jedoch auch der Club selbst zu dem Vorfall geäußert und spricht ausdrücklich von einem vorsätzlichen Brandanschlag.
In einem Statement erklärte das OXI: „Jemand platzierte einen selbstgebauten Brandkörper in der hölzernen Herbstwand, die unseren Garten im Freien vom Bürgersteig trennt.“ Laut Club sei eine größere Katastrophe nur verhindert worden, weil sich noch ein Teammitglied auf dem Gelände befand und die Explosion bemerkte.
„Um es klar zu sagen: Dabei hätten Menschen ums Leben kommen können“, heißt es weiter. Besonders brisant: Über dem Club befinden sich mehrere Ateliers, in denen Künstler regelmäßig bis spät in die Nacht arbeiten.
Zum Zeitpunkt des Feuers habe zwar keine Veranstaltung stattgefunden, dennoch seien Menschen vor Ort gewesen. Das OXI bedankte sich ausdrücklich bei allen Helfern und der Feuerwehr für das schnelle Eingreifen.
Gleichzeitig kündigte der Club eine enge Zusammenarbeit mit Polizei und Landeskriminalamt an, um die Verantwortlichen zu identifizieren. Der Vorfall reiht sich in mehrere Brandfälle rund um Berliner Clubs ein.
Erst im März war auf einen Musikclub auf dem RAW-Gelände in Friedrichshain-Kreuzberg ein Brandanschlag verübt worden. Damals entdeckten Mitarbeiter das Feuer selbst. Zusätzlich wurden Hakenkreuze an Wänden gefunden, woraufhin der Staatsschutz die Ermittlungen übernahm.
Auch die Wilde Renate war im Juni 2025 von einem Großbrand betroffen. Dabei brannten der „Renate Garten“, ein Holzzaun und eine Hütte vollständig ab. Verletzt wurde damals niemand. Die Ermittlungen des Landeskriminalamts laufen weiterhin.
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Quelle: Tagesspiegel
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