

Kalt ist es. Brrr. Da bleiben wir doch zu Hause, und schauen ein paar Filme. Los geht es mit der lustigen und spannenden Thriller-Komödie „A Killer Romance“ (Leonine). Hier arbeitet der eher langweilige Psychologie-Professor Gary als Lockvogel für das NOPD, um Auftragskiller-Auftraggeber zu überführen. Einfach genießen.

Eher schwer zu genießen, weil ziemlich düster, ist „Blackwater Lane“ (Tiberius) mit Maggie Grace und Dermot Mulroney. In einer stürmischen Nacht fährt Cass an einem Auto vorbei, in dem eine verängstigte Frau sitzt. Am Tag darauf erfährt sie, dass die Frau ermordet wurde.

Um Morde geht es auch in „Boneyard“ (Leonine) mit Mel Gibson und 50 Cent. In der mexikanischen Wüste werden die Skelette von elf weiblichen Leichen entdeckt. Natürlich wird ermittelt und natürlich kommt es anders, als man denkt.

Was den Zuschauer bei „Die drei Musketiere Box“ (Constantin) erwartet, dürfte klar sein: Einer für alle – Alle für einen. Alle Teile der aktuellen Verfilmung in einer Box. Für eine lange Nacht im Burgverlies voller Geheimnisse.

Diese sind der Ursprung der Geräusche in „Knock Knock Knock“ (Leonine). Der achtjährige Peter wird jede Nacht von einem unheimlichen Klopfen hinter den Wänden seines Zimmers aus dem Schlaf gerissen. Seine Eltern behaupten jedoch, er würde sich die seltsamen Geräusche nur einbilden. Nur seine Klassenlehrerin scheint Peter zu glauben. Dann geht Peter dem Ursprung des Klopfens auf den Grund. Gruselig und spannend.

Ebenfalls spannend ist „The Dating Game Killer“ (EuroVideo), der auf einer wahren Begebenheit beruht. Im L.A. der 1970er-Jahre bemüht sich Cheryl Bradshaw, als Schauspielerin Fuß zu fassen – bisher jedoch mit wenig Erfolg. Auf Rat ihrer Agentin nimmt sie als Bachelorette an der beliebten TV-Show „The Dating Game“ teil. Doch einer von ihren drei Kandidaten ist ein Serienmörder.

Absolut gar nicht auf einer wahren Begebenheit beruht „The Mean One“ (Tiberius). In einem Bergdorf muss Cindy an X-Mas mitansehen, wie ein grünes Monster ihre Mutter umbringt. 20 Jahre später kehrt Cindy zurück. Und auch das weihnachtshassende Monster ist wieder da, um das Dorf zu terrorisieren. Doch diesmal ist Cindy vorbereitet. Weihnachten muss gerettet werden! The Grinch als Horrorfilm: Perfekt für Weihnachten.

Keinen perfekten Tag hat Polizist Joel Kinnaman in „The Silent Hour“ (Square One), als er bei einem Einsatz einen Großteil seines Hörvermögens verliert. Nach Monaten kehrt er in den Dienst zurück – und sein Ex-Partner bittet ihn, eine gehörlose Zeugin als Gebärden-Dolmetscher zur Ermordung zweier Dealer zu befragen. Als er gerade noch einen Mordanschlag auf seine Zeugin verhindern kann, spitzen sich die Dinge zu. Dramatisch!

Das ist auch der Plot von M. Night Shyamalans neuem Film „Trap: No Way Out“ (Warner). Hier muss ein Vater zusammen mit seiner Teenager-Tochter ein Popkonzert besuchen. Schon bald stellen sie fest, dass sie im Zentrum eines düsteren und unheilvollen Ereignisses stehen. Spannend, wie alles von M. Night Shyamalan.

Eher absurd-spannend als gruselig-spannend ist „Vincent Must Die“ (Ascot). Vincents Existenz als unauffälliger Mann gerät aus den Fugen, als er plötzlich von Unbekannten scheinbar grundlos mit mörderischen Absichten angegriffen wird. Als das Phänomen weiter eskaliert, ist er gezwungen, zu fliehen und sein Leben komplett auf den Kopf zu stellen. Doch Vincent gerät immer tiefer in eine verrückte Gewaltspirale, aus der es kaum ein Entrinnen gibt. Klingt seltsam, ist es auch, aber sehr spannend.

Kein Entrinnen findet Christiane F. in „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ (Constantin) aus ihrer Drogensucht. Jetzt gibt es die Box zur Fernsehserie, die auf dem gleichnamigen Kultbuch basiert. Gutes Anschauungsmaterial für alle jungen Menschen, die denken, Drogenkonsum sei cool. Ist es nicht.

Alles andere als cool ist es auch in „Aire – die letzte Zuflucht“ (Pandastorm). Nach einem großen Krieg ist die Welt durch Bio-Waffen verseucht und unbewohnbar. Nur wenige kämpfen ums Überleben, darunter die Biologin Tanja, die mit Hilfe der KI Vida das Aussterben der Menschheit abwenden will, indem Tanja versucht, sich tief unter der Erde selbst zu befruchten.
Das war es für diesen Monat, Euer Alex Delarge Jr.
Verlosung: Wie jeden Monat verlosen wir auch im November wieder alle vorgestellten Filme als DVD oder Blu-Ray. Schickt einfach eine E-Mail an win@fazemag.de und vergesst nicht, euren Lieblingsfilm und eure Adresse zu vermerken. Viel Glück. Der Rechtsweg ist in der Korova Milchbar.
Aus dem FAZEmag 153/11.2024