Frankfurt: Brandanschlag auf CSD-Dekoration im Tanzhaus West

In der Nacht zum 5. September kam es im Frankfurter Tanzhaus West zu einem Brandanschlag auf CSD-Dekoration.

Gegen 2:30 Uhr soll ein 33-jähriger Mann laut Polizeibericht mit einem Feuerzeug die Dekoration im Garderobenbereich angezündet haben. Gäste bemerkten das Feuer und löschten es mit ihren Getränken.

Verletzt wurde niemand. Der Tatverdächtige wurde noch in derselben Nacht von der Polizei festgenommen. Nach Angaben des Tanzhaus West liegt der Fall inzwischen beim Staatsschutz. Bei dem Mann soll es sich um einen Einzeltäter ohne Bezug zu den Teams, Veranstaltern, DJs oder Gästen des Clubs handeln.

In einem gemeinsamen Statement weisen das Tanzhaus West, der Verein Mitte der Gesellschaft, die „Hard Bock Drauf“-Crew und weitere Veranstalter darauf hin, dass die Bezeichnung als „Sachbeschädigung“ ihrer Ansicht nach zu kurz greift.

Die angegriffene „CSD-Justitia“ stehe mit Discokugel-Waage und Regenbogen-Schwert symbolisch für Vielfalt, Akzeptanz und Respekt. Die Verantwortlichen werten die Tat als gezielten Angriff auf den Club als Schutzraum für die Queer-Community.

Gleichzeitig betonen sie die Gefahr des Vorfalls: Ein Brandstiftungsversuch innerhalb eines Clubs könne lebensgefährlich sein. Die Tat habe zudem für Wut und ein „mulmiges Gefühl“ gesorgt.

Nach dem Vorfall stimmten sich das Tanzhaus West und die Mitte der Gesellschaft mit der HBD-Crew ab und suchten das Gespräch mit der Polizei. Im Austausch mit der LSBT der Polizei Hessen sei bestätigt worden, dass die Beamten den Vorfall in der Tatnacht entsprechend eingeordnet hätten.

Trotz des Vorfalls wollen die Verantwortlichen an dem Club als Safer Space festhalten. Das Tanzhaus West und die beteiligten Crews erklärten, weiterhin an der Seite der Queer-Community zu stehen. Auf Anfeindungen und Gegenwind wolle man mit Zusammenhalt reagieren.

 

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