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Vielleicht etwas spät für die Sommersaison, aber immer noch zeitig genug, um die Kühle des Herbstes mit in paar heißen Erinnerungen an den Sommer wehmütig zu verdrängen und wiederaufleben zu lassen. Bei diesen 12 Titeln hält man sich nicht lange mit Vorspielen auf, sondern startet mit DJ Le Roi gleich deftig und druckvoll mit dicker Bassline und gleichem Rhythmusgerüst durch. “Free Your Mind“ ist ein fetter Clubtrack, dem Tom Flynn geschwindigkeitsreduziert qualitativ gleichwertig folgt. Mit Jamie Jones und Gel Abruil wird es elektronischer (“Chemistry“ ist mit seinen Synthiestabs ein typischer Watergate Track) bevor Jey Kurmis alles auf eine Karte setzt und den Abräumer dieser Zusammenstellung präsentiert: Mit einem Übergroove, wie ich ihn lange nicht gehört habe, kickt sein “Caz She Can“ alles aus dem Weg und erobert die Spitze im Handumdrehen (wie Jesse Rose in seinen besten Zeiten). Und auch die weiteren Interpreten bestechen durch einen formidabel rollenden Bass (Jamy Wing, Sante & Sidney Charles). Insofern lässt die Zusammenstellung am Ende nur ein Urteil zu: Ultrahoher Tanzfaktor auf einer der besten Compilations des Jahres. 10/10, Cars10.Becker.