Die Bilder, die derzeit durch die Medien kursieren, sind verschreckend und bestürzend. Im südlichen Amazonasbecken toben seit mehreren Wochen die größten Feuer seit Jahren. Das brasilianische Weltrauminstitut Inpe hat in 2019  bereits ca. 73.000 Brände gezählt, 83 Prozent mehr im Vergleich zu 2018. Die Hälfte der Feuer brennt in der Amazonasregion, 30 Prozent im angrenzenden und ebenso wichtigen Ökosystem des Cerrado, Ursprungsregion zahlreicher großer Flüsse. Auch im Dschungel Boliviens sind enorme Feuer ausgebrochen, ebenso im Pantanal, dem größten Feuchtgebiet der Erde sowie in Paraguay. Bilder von verbrannten oder flüchtenden Dschungeltieren machen in den sozialen Netzwerken die Rund. Es ist eine Umweltkatastrophe mit globalen Ausmaßen, die sich derzeit in Südamerika entfaltet. Mehrere Bundesstaaten haben den Notstand ausgerufen. Für die Bevölkerung stellt vor allem die starke Rauchentwicklung ein Problem dar. So löste der Rauch nach Informationen der BBC am Montag einen einstündigen Stromausfall in São Paulo aus.

Ein zusätzliches Problem liegt darin, dass die ursprüngliche Trockenzeit jetzt erst beginnt. Im August und September werden im Amazonasgebiet unterdurchschnittliche Niederschläge erwartet. „Das sind nicht gerade beruhigende Aussichten“, sagte der Koordinator der Brandbeobachtung der Nationalen Weltraumagentur INPE, Alberto Setzer, dem Portal Infoamazonia. In der Politik entstehen dieser Tage immer größere Konflikte, resultierend aus Handeln der brasilianischen Regierung und die internationale Reaktion darauf. So macht der derzeit amtierende Präsident Bolsonaro die Landwirte selbst für die Feuer verantwortlich und unterstellt ihnen Brandstiftung.

Zahlreiche Prominente machen in sozialen Netzwerken auf die brisante Lage deutlich, eine davon ist die schwedische DJ und Produzentin Ida Engberg. Generell gilt Engberg – die mit ihrem Mann und Drumcode-Chef Adam Beyer und Kindern auf Ibiza lebt – als sehr naturverbunden. Nun rief sie bei Facebook zu einer Spendenaktion auf:

„Willst du mir helfen, einen positiven Zweck zu unterstützen? Ich sammle Geld für Amazon Watch und dein Beitrag macht einen großen Unterschied, egal wie viel oder wenig du spenden kannst. Jede Hilfe zählt. Vielen Dank für eure Unterstützung! Amazon Watch ist eine gemeinnützige Organisation, die die indigenen Völker des Amazonas-Beckens unterstützt, um ihre Rechte und tropische Regenwald-Gebiete zu schützen.“

Wir finden diese Aktion großartig und rufen jeden auf, am Wochenende vielleicht ein bis zwei Drinks weniger zu trinken und dafür ein unheimlich wichtiges Projekt zu unterstützen: facebook.com/donate/685756488559377/10156271695467019