Jaba Juice: ZDF berichtet über neue Trend-Droge aus Kenia

Werbung auf Website von Jaba Juice

Jaba Juice – ein scheinbar harmloser Smoothie – entwickelt sich in Kenia zur neuen Partydroge mit alarmierenden Nebenwirkungen.

Das Team von ZDFheute hat in einem aktuellen Videobeitrag auf YouTube über die zunehmende Verbreitung des Getränks berichtet. Vor allem in der jungen, urbanen Szene Nairobis gilt der Saft als hip, legal und leicht verfügbar – doch sein Konsum hat Konsequenzen.

Die Hauptzutat von Jaba Juice sind pürierte Khat-Blätter, in Kenia auch als Jaba bekannt. Sie enthalten psychoaktive Substanzen, die eine stimulierende Wirkung haben. Gemischt mit Fruchtsäften wie Maracuja oder Orange wird daraus ein knallig bunter, süßer Drink, der aussieht wie ein Wellness-Produkt, tatsächlich aber Wirkungen entfaltet, die an Kokain erinnern. Die Flasche kostet umgerechnet rund vier Euro.

Vor allem in den Ausgehvierteln Nairobis ist Jaba Juice inzwischen allgegenwärtig. Clubs, Straßenverkäufer und private Partys – überall wird der Saft konsumiert. Die Wirkung: ein stundenlanges Wachheitsgefühl, gesteigerte Aktivität, Euphorie und Appetitlosigkeit.

Doch nach dem Rausch folgen oft depressive Verstimmungen, Schlaflosigkeit und Angstzustände. Die Gefahr der Abhängigkeit ist hoch. Laut ZDF-Bericht ist das Suchtpotenzial von Jaba Juice eines der größten Risiken.

Besonders brisant: Der Weg aus der Abhängigkeit ist schwierig. In kenianischen Suchtkliniken ist mittlerweile jeder zweite Patient abhängig von Jaba Juice oder Khat. Psychiater warnen vor einer ganzen Generation, die durch die Verharmlosung der Droge in ihrer Entwicklung gefährdet wird.

Interessant ist auch die Veränderung in der Konsumkultur: Während das traditionelle Kauen der Khat-Blätter häufig mit Zahnverfärbungen einherging und daher vor allem von Frauen gemieden wurde, ist der flüssige Jaba Juice gesellschaftlich akzeptierter.

Er gilt als „sauberer“ und wird nun auch von weiblichen Konsumenten häufiger genutzt, was den Trend weiter befeuert. Die soziale Schicht, die zum Jaba Juice greift, ist breit gefächert – vom Studierenden über junge Berufstätige bis hin zu Clubgängern.

Dass die Droge legal ist, macht sie besonders gefährlich: Viele unterschätzen die Wirkung. Die Verfügbarkeit und das ansprechende Design des Produkts tragen zur Verharmlosung bei. Gleichzeitig fehlen wirksame Aufklärungskampagnen und rechtliche Gegenmaßnahmen.

Derzeit gibt es keine Hinweise darauf, dass Jaba Juice bereits die elektronische Musikszene außerhalb Kenias erreicht hat. Auch aus Deutschland sind bislang keine dokumentierten Fälle bekannt.

Doch kenianische Start-ups vertreiben das Getränk bereits über internationale Lieferdienste. Eine Ausweitung auf Märkte außerhalb Afrikas ist daher nicht ausgeschlossen.

Quelle: ZDFheute

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