Polizei stoppt Drogenkurier-Katze mit Gras und Crack

Quelle: AFP

Kürzlich haben die Behörden in Costa Rica eine Katze festgenommen, die Drogen in ein Gefängnis um Bundesstaat Pococí transportierte. Oder zumindest auf dem Weg dorthin war. Die kleine Mieze hatte stolze 230 Gramm Marihuana und 67 Gramm Crack dabei.

Natürlich hatte die Katze die Drogen nicht einstecken. Sie hatte ja auch keine Hose an. Das Rauschgift war an ihrem Körper befestigt. Das Tier mit dem Namen „Narco-Michi“ wollte nachts über den Zaun springen. Das Justizministerium von Costa Rica hat dazu ein kurioses Video in den sozialen Medien geteilt.

Doch die Beamten entdeckten die Schmuggler-Katze rechtzeitig und stellten die fast 300 Gramm Drogen sicher. Damit durchkreuzten sie den Plan der Hintermänner, noch bevor die Ware ihren Bestimmungsort erreichte. Die Einsatzkräfte brachten „Narco-Michi“ anschließend in die Obhut eines Tierschutzvereins, wo sich nun Fachleute um das Tier kümmern. Für die Drahtzieher ging der ungewöhnliche Schmuggelversuch damit gründlich schief.

Solche Fälle sorgen immer wieder für Schlagzeilen. In den vergangenen Jahren setzten Kriminelle zunehmend Tiere ein, um Drogen, Handys oder andere verbotene Gegenstände zu transportieren. Die Täter nutzen dabei gezielt aus, dass Tiere weniger Verdacht erregen und sich vergleichsweise unauffällig bewegen können. Leidtragende sind jedoch die Tiere selbst, die skrupellose Dealer für ihre Machenschaften missbrauchen.

Bereits 2018 stoppten Behörden in Costa Rica eine Katze, die Unbekannte mit kleinen Päckchen präpariert hatten. Die Schmuggler befestigten unter anderem Marihuana und mehrere Mobiltelefone am Körper des Tieres, um die Gegenstände in ein Gefängnis zu bringen. Wachpersonal bemerkte das ungewöhnliche Verhalten der Katze rechtzeitig und verhinderte so die Übergabe.

Bereits mehrere Vorfälle

Auch in den folgenden Jahren registrierten Ermittler ähnliche Vorfälle. 2021 tauchten Berichte über Katzen auf, an deren Körper Kriminelle Drogen und Handys befestigten, um sie über Gefängnismauern zu schmuggeln. Die Täter lockten die Tiere offenbar gezielt in die Nähe der Haftanstalten, wo Komplizen bereits auf die „Lieferung“ warteten.

Nicht nur Katzen geraten dabei ins Visier der Täter. Immer wieder greifen Drogendealer auch auf Tauben zurück, die sie aufgrund ihres ausgeprägten Orientierungssinns einsetzen. Die Tiere fliegen selbstständig zu bestimmten Orten und transportieren dabei kleine Mengen an verbotener Ware. Ermittlungsbehörden beobachten diese Entwicklung mit Sorge und passen ihre Sicherheitsmaßnahmen entsprechend an.

Die aktuellen Fälle zeigen deutlich, wie einfallsreich und gleichzeitig skrupellos Kriminelle vorgehen. Während die Polizei ihre Kontrollen verschärft, fordern Tierschützer härtere Strafen für den Missbrauch von Tieren zu kriminellen Zwecken. Für „Narco-Michi“ endet die Geschichte immerhin glimpflich. Doch viele andere Tiere geraten weiterhin zwischen die Fronten organisierter Kriminalität.

Das könnte dich auch interessieren:
Mexikanische Kartelle schmuggeln Drogen in lebenden Tieren
Mann schießt sich selbst ins Bein – Polizei findet Waffen und Drogen
Geilenkirchen: Seelsorger schmuggelt Drogen per Döner ins Gefängnis
Achtung Drogenwarnung – Jumbo-Pillen sind extrem stark