Janus Rasmussen, eine Hälfte des isländischen Kiasmos-Duos, wandelt erstmals auf Solopfaden und präsentiert uns sein Album Vín. Sein Debüt, bestehend aus zwölf Tracks, gestaltet sich sehr organisch, leicht und lebendig – stellenweise auch verträumt. Die in die Produktion eingeflossenen Field Recordings leisten einen großen Beitrag zum natürlichen Klang von Vín und sorgen außerdem für eine angenehme Nähe zum Hörer. So fällt es doch sehr einfach sich den Spaziergang durch ein nordisches Hafenstädtchen vorzustellen, mit frischer Brise, dem Geruch von Salz und dem Geschrei der Möwen. Ein solcher Gang trug sicherlich auch zur Inspiration von Rasmussen bei, schließlich liegt sein Studio im Hafen von Reykjavik. Wer auf entspannte, elektronische Rhythmen steht, den man gerne aufmerksam zuhört, die sich aber auch problemlos mal im Hintergrund halten können, wird hier fündig werden. 9/10 Tina