„Stop Dying“ – allein der Titel. Kann ja was werden, spätnachts und vielleicht acht Stunden vom Abgabeschluss entfernt. „Stop Dying“ – was ist denn mit der los? Draußen ist Krieg, der Euro geht den Bach runter und in London mehren sich in dieser Nacht die Gerüchte über die Stürmung der ecuadorianischen Botschaft, in der Julien Assange Asyl gewährt wird. Und dann? Kommt Java Guidi und schlägt mir mit ihren arschrockend reduzierten Electroclash- / SynthPopund auch Indie-Crossover erst einmal direkt in die Fresse. Huch? Danach erobert sie mit dem zweiten Track ihres Debütalbums – „Recipe“ – mein musikalisches Herz im Sturm, auch weil in ihrer Musik Sexappeal der richtig dreckigen Sorte mitschwingt. Trüge ich nicht aus gutem Grund das Geburtsdatum der Frau meines Lebens auf dem Handgelenk würde ich Java Guidi allein aufgrund ihres Albums zumindest daten wollen. Heißer als Kap Bambino und doch in musikalisch ähnlichen Gefilden unterwegs, was besonders in der quasi-industriellen Hymne „Sick & Tired Of Love“ deutlich wird, während die soften Momente wie „Chains“ fast Dillon’esque Züge tragen. RAWR! 10 Points baze.djunkiii

www.javaguidi.de