In seiner Heimat Amerika ist Kaskade nach inzwischen sieben Alben und Remixen für Robyn, Daft Punk, Nelly Furtado, Justin Timberlake, Seal oder Paul van Dyk der Durchbruch längst gelungen. Mitte März ist sein Werk „Fire & Ice“ nun auch bei uns erschienen und soll ihm den Weg an die Spitze der international erfolgreichen Elektronikproduzenten weiter ebnen. Auf zwei CDs präsentiert der Mann, der bürgerlich auf den Namen Ryan Raddon hört, zwei recht unterschiedliche Seiten seines Musikerdaseins. CD1 setzt auf clubbige, energetische Tracks, während es auf CD 2 deep, emotional und housig zugeht.

Damit hat sich der Chicagoer einen langgehegten Traum erfüllt. „Ich hatte die Idee bereits vor ein paar Jahren, habe allerdings nie die Zeit gefunden, das wirklich so umzusetzen. Glücklicherweise habe ich es gegen Ende des vergangenen Jahres zu meiner Priorität gemacht und bin nun sehr froh darüber.“ Dass „Feuer“ ein Synonym für heiß ist, wie „Eis“ für kalt, ist wohl jedem klar und unterstreicht den Ansatz der zwei Gesichter des Produzenten: „Ich wollte, dass die Hörer den Unterschied zwischen den beiden Alben verstehen. Ich entdeckte, dass es Tracks in meiner Show gibt, die mit Feuer in Verbindung gebracht werden können und eben jene, die sich – wie Eis – eher zum Cooldown danach eignen.“ Trotz dieser feinen Unterscheidung liegt der Fokus für ihn dabei durchgängig auf Text und Melodie. „Ein großartiger Song wird immer zeitgemäß sein, auch wenn die Produktionsstile kommen und gehen. Und ich dachte, so lange das Material einfühlsam und frisch ist, würden die Menschen es schon hören wollen.“ Auf „Fire & Ice“ finden diverse Kollaborationspartner Gehör, darunter Mindy Gledhill bis Dada Life und Late Nite Alumni. Auch hier waren Kaskades Ansprüche vorab klar formuliert: „Ich habe Künstler gesucht, deren Gemüter und Stimmen mir gefallen. Alle Kollaborationen waren sehr entspannt. Ich musste nie etwas erzwingen. Wenn ich das gemusst hätte, wäre das Ergebnis niemals auf meinem Album gelandet.“ Seit 20 Jahren im Musikgeschäft zeigt sich Ryan derzeit beeindruckt von dem, was mit elektronischer Musik in den USA passiert und eigentlich doch längst hätte passieren müssen. „Es ist toll zu sehen, dass die elektronische Musik in Amerika heute so sehr an Popularität gewinnt. Sogar die Underground-Sounds haben mehr Erfolg und tragen zur Akzeptanz der Stile bei. Ich mag den Gedanken, ein Teil davon zu sein. Auch finde ich es gut, dass Texte und Melodien in einem Bereich der Musik eine immer größere Rolle spielen, der traditionell eher instrumental ist.“ Selbst ist er in den großen Clubs wie auch zahlreichen Underground-Spots zu Gast, und doch gibt es hier eine klare Favorisierung: „Ich mag beides, doch müsste ich eines auswählen, würde ich mich für eine Lagerhausparty in Chicago entscheiden.“ Als Nächstes geht es für Kaskade auf eine dreimonatige Tour, die mehr als 75 Shows umfassen wird. Für weitere Informationen solltet ihr seine Website checken.

www.kaskademusic.com