
Dieses Jahr feierte das 1996 gegründete Label des schwedischen Techno-Produzenten Adam Beyer sein 300. Release. Damals war Konstantin Sibold etwa neun Jahre alt. Jetzt debütiert der aus Stuttgart kommende Produzent, 14 Jahre nach seiner ersten EP, auf einem der renommiertesten Labels der Szene mit einer Drei-Track-EP. Inhaltlich besitzt das Release einen persönlichen Hintergrund.
Die gerade erschienenen Tracks folgen auf Releases auf bekannten Labels wie Afterlife, Innervisions, Running Back oder Aufnahme + Wiedergabe. Sibold zählt zu dem international vielfach gebuchten Repertoire von Techno-Künstlern aus Deutschland, die den Sprung zu den großen Bookings geschafft haben. Sein Track „Mutter“ zählte unter Insidern als der „Techno-Track des Jahres“ 2016. Neben seinen eigenen Produktionen überzeugte der 1987 geborene Produzent mit Remixen für Künstler wie Röyksopp, Vintage Culture, Adriatique, Rebūkem Kaba Del Ray, Laibach und weiteren. Die Debüt-EP auf Drumcode liefert uns drei melodische Techno-Tracks, wovon einer starke Trance-Elemente beinhaltet, wie es momentan im Trend liegt.
Der Titeltrack, „Lost In Space“, entstand gemeinsam mit KAF3R, einen aufstrebenden Produzenten aus Brasilien, der gerade einmal 20 Jahre alt ist. Ein Synthie-Orchester zum Raketen-Shutdown trifft auf ein spaciges Robot-Vocal-Riff, das dem Namen des Tracks alle Ehre macht. Spacig. Den Track testete Sibold zuvor bereits während seines Sets auf der Mainstage von Tomorrowland Winter. Support gab es bereits von Vintage Culture, Kölsch, Kevin De Vries, ANNA oder auch Innellea.
Track Nummer zwei, „The Arrival”, beinhaltet stark trancige Synths und Chords. SuperSaw-Elemente treffen auf veränderte Chor-Elemente, die einem mitsamt des Tracktitels zu suggerieren scheinen, mit dem Raumschiff im All angekommen zu sein – das Ganze unterlegt mit einem Techno-Beat. Träumerisch und treibend.
Dunkel und trippy wird es auf dem letzten Track der EP. „Dark Matter“ vertont dunkle Materie des Weltalls, wobei sich der Track, der an vergangene Produktionen à la „Mutter“ erinnert, gar nicht so dunkel anhört – auf einen Space Trip schickt es uns akustisch allemal.
Der persönliche Bezug Sibolds zur EP: „In Erinnerung an mein achtjähriges Luft- und Raumfahrttechnik-Studium an der Universität Stuttgart, das mir Zeit und Raum gab, meinen vielfältigen, paradoxen Sound zu entwickeln.“
Tracklist:
- Lost in Space
- The Arrival
- Dark Matter

„Lost In Space” von Konstantin Sibold ist am 25. Oktober 2024 via Drumcode erschienen.
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