
„Living In the Matrix“ als Referenz an vergangene Zeiten und einer Neigung, sich wegen überhöhter Erwartungen zurückzuziehen, impliziert hier aber auch das Vertrauen in die Zukunft, ein Appell, sich nicht in einer „Matrix“ zu verlieren. Stefan Leßner liefert hier also Referenzen – aber vorallem auch ein Clubalbum, das viele Register zieht und dabei auch auf die Vocals der Sängerin Alice zurückgreift, die mit ihrem artifiziell klingenden Sprechgesang überzeugt, wie z. B. beim wavig-piependen „I Care“ und dem wummernden Stopmer “ „Mirror, Mirror“. Des weiteren tummeln sich hier auch noch tiefste 80er-Ausflüge, High Energy, Acid, Electro oder Italo Disco oder auch Vocoder-Fragmente. „Living In the Matrix“ ist ein buntes Album, das ungehemmt und lustvoll in der elektronischen Musikgeschichte wildert und dabei sehr fresh klingt. 9/10 Trance Gall