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Aus dem Ultraalbum (siehe Longplayer in diesem Monat) koppelt die hübsche Israelin den Megatrack ”Love Express“ aus. Das Original ist gekennzeichnet durch den mystisch darken Rhythmusuntergrund und die gefühlt 1000x repetierte Vocalsequenz, das in der Mitte zu einem kaum auszuhaltenden Spannungsbogen ohne Beats kumuliert, um sich mit Rhythmuseinsatz dann wieder Weg zu bahnen. Das ist so intensiv, so kompromisslos, so gut, dass es des Remixes von Re.You kaum bedurft hätte, denn der verwässert mit den Stabs die dunkle Atmo und drückt mit fetten Beats aufs Elektrogemüt. Als ob dies noch nicht genug sei, folgt auf der B-Seite der Zuschlag in Form von “No Compromise“ dem besten Titel des Albums. Dicke, wolllüstige Bässe, die in Richtung Disco gieren, 80er Synthies und Vocalflächen lassen das Teil zu einem Dancefloorpumper reifen. Kevin Hugh aus Berlin ballert technoid mit trippigen Synthies, viel Raum und hypnotischem Effekten aus allen Rohren. Wer diese Scheibe in den kommenden Wochen nicht in seinem Koffer hat, verspielt jede Menge an Reputation und sollte seinen DJ-Führerschein neu beantragen.10/10, Cars10.Becker.