
Mit Megafang schlagen Shelley und Chris (theGloom) ein neues Kapitel auf, das sich zugleich vertraut und völlig neu anfühlt. Aus einer gemeinsamen Vergangenheit in einer Brooklyn-Doom-Metal-Band kommend, übersetzen sie diese Intensität nun in elektronische Musik – irgendwo zwischen abstraktem Techno, Ambient-Texturen und einer spürbaren emotionalen Tiefe. Ihre Debütsingle „I’m Not Lost“ bringt genau dieses Spannungsfeld auf den Punkt: ein Track, der von Druck und Atmosphäre lebt, aber im Kern von Veränderung und Kontinuität erzählt. Statt sich zwischen Vergangenheit und Zukunft zu entscheiden, lassen Megafang beides gleichzeitig existieren.
Euer Projekt Megafang ist 2026 gestartet – was war der Auslöser für diesen neuen Abschnitt?
„Wir haben wiederentdeckt, wie sehr wir Dance Music lieben, und Megafang ist für uns ein Weg, Teil von etwas Lebendigem und zutiefst Wirkungsvollen zu sein.“
Ihr kommt beide aus einer Doom-Metal-Band aus Brooklyn – wie hat euch diese Zeit geprägt?
„Alles daran hat uns geprägt – von unserem Soundgeschmack über unseren Stil bis hin zu unserem Verständnis von Szene. Es hat uns ermöglicht, unsere eigene Welt zu erschaffen und darin zu leben.“
Was hat euch dazu inspiriert, von diesem Sound in die elektronische Musik zu wechseln?
„Burial, 6AM, Basement, SPFDJ und die unerträgliche Leichtigkeit des Techno.“
Eure neue Single „I’m Not Lost“ dreht sich um Veränderung – was bedeutet der Titel für euch persönlich?
„Es ist wie Mahler gesagt hat: „Tradition ist nicht die Anbetung der Asche, sondern die Bewahrung des Feuers.“ Nur weil sich Dinge verändern, heißt das nicht, dass man seinen Weg verloren hat.“
Wie würdet ihr den Sound des Tracks jemandem beschreiben, der ihn zum ersten Mal hört?
„Es ist wie eine sanfte Seele, gefangen in einer Gesellschaft auf geliehener Zeit.“
Es gibt eine Mischung aus Techno-Energie und atmosphärischen Elementen – wie ist diese Kombination entstanden?
„Wir haben einige Synthesizer genutzt, um die Atmosphäre zu übersetzen, die wir im Kopf hatten – einen Roland TB-03 und einen Elta Polivoks-M.“
Ihr habt mit Valerie Ace am Mix gearbeitet – wie kam es zu dieser Zusammenarbeit?
„Wir haben ihren Release auf Intrepid Skin gehört und fanden ihn unglaublich. Sie ist so selbstbewusst und mutig als Produzentin und auf ihre Weise einzigartig grenzüberschreitend. Wir hatten großes Glück, dass sie Zeit hatte, mit uns zu arbeiten.“
Was fühlt sich im Vergleich zu eurer früheren Band komplett neu an, wenn ihr elektronische Musik macht?
„Doom lebt von einem repetitiven Drone aus Subfrequenzen, den wir mit Reverb verstärkt haben. Es ist spannend, eine Parallele dazu zu finden, wie ein Techno-Kick mit Reverb dieses Gefühl von Druck erzeugt.“
Eure Musik bewegt sich zwischen Club und Listening Experience – wo funktioniert sie für euch am besten?
„In dem Club, der im Kopf entsteht.“
Was können wir 2026 noch von Megafang erwarten?
„Vielleicht kommt bald etwas :)“