
Berlin bekommt Zuwachs in seiner legendären Clublandschaft: Am 11. September eröffnet in Schöneberg das „Mikropol“.
Nur wenige Schritte vom Nollendorfplatz entfernt versteht sich der neue Ort als Bühne, Club und kultureller Treffpunkt. Laut eigener Website will er ein „Kulturkosmos im Herzen Berlins“ sein – zugleich „Safe Space, Wohnzimmer und pulsierender Kosmos“.
Das „Mikropol“ startet mit einem mehrtägigen Eröffnungsprogramm, das von Rap bis House reicht. Am 11. September präsentieren Jero19 und Jurij Gold ihre EP „Schmetterling“. Tags darauf folgt „Mikropunk“ mit drei Acts aus der Berliner Punk- und Postpunk-Szene.
Am 13. September diskutiert eine Panelrunde Themen wie Gleichberechtigung, queere Sichtbarkeit und Machtstrukturen, bevor die Tanzfläche zur House-Nacht wird. Den Abschluss bildet die „Pyramid Party – Sound Bath & Rave“, die Musik, Tanz und Atemarbeit verbindet.
Besonderes Augenmerk liegt auf elektronischer Vielfalt. Das Variety-Kollektiv zieht mit seiner Clubreihe von der Renate in Friedrichshain ins Mikropol. „Variety steht für Vielfalt auf allen Ebenen. Unser Sound ist ein musikalischer Flickenteppich aus Stilen, Stimmungen und Überraschungen – denn warum sich festlegen, wenn man alles lieben kann?“, heißt es vom Kollektiv. Das Auftakt-Line-up besteht aus WIEK, Rosa Kante, Bearbel und Yannick Dixken.
Auch die Reihe „Haus of Kirsch“ findet künftig im Mikropol ein Zuhause. Sie verbindet House-Musik mit Panel-Talks zu Clubkultur. Tom Peters von DESSERT führt durch die Gesprächsrunden, in denen über kollektives Arbeiten, queere Sichtbarkeit und Machtverhältnisse diskutiert wird.
Danach folgt eine House-only-Clubnacht mit diversen Line-ups und Performances, inspiriert von den frühen Berliner Nächten der 90er – roh, offen und gemeinschaftlich. Mit diesem Konzept setzt das Mikropol bewusst auf Austausch und Community. Die Veranstalter wollen Räume schaffen, in denen Musik, Haltung und Gemeinschaft gleichberechtigt nebeneinander existieren.
Damit positioniert sich der Club klar jenseits von Kommerz und Oberflächlichkeit. Für Berlins Nachtschwärmer bedeutet das: ein neuer Ort, an dem elektronische Vielfalt, Diskussionen und kulturelle Energie zusammenfinden.
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