
In der elektronischen Musikszene sorgt ein schwerwiegender Missbrauchsvorwurf für Aufsehen.
DJ und Produzent Jonas Kopp soll eine Frau körperlich misshandelt haben. Die Betroffene schilderte den Angriff öffentlich auf Instagram und unterlegte ihre Aussagen mit Fotos von Verletzungen. Ihr Bericht beschreibt eine toxische Beziehung, die in Gewalt eskaliert sei.
„Am vergangenen Samstag, dem 30. August, wurde ich Opfer eines brutalen Angriffs durch einen bekannten DJ der Elektronikszene, mit dem ich fast zwei Jahre lang eine sexuelle Beziehung hatte“, erklärte die Frau.
Sie berichtet von wiederholten Schlägen gegen Kopf und Körper sowie davon, nahezu nackt und in Schockzustand auf die Straße gesetzt worden zu sein. Sie betont: „Ich gehe mit all dem auf dem Rechtsweg vor, wie es sich gehört.“
Die Vorwürfe riefen auch andere Künstler auf den Plan. Besonders deutlich positionierte sich DJ und Produzent Casual Treatment. Er nannte Jonas Kopp namentlich und distanzierte sich klar von ihm.
In einem Statement schrieb er: „Es gibt keine Entschuldigung für Missbrauch. Solche Handlungen sind inakzeptabel und stehen in völligem Widerspruch zu den Werten, für die ich stehe.“
Casual Treatment, bürgerlich Melvyn, betonte, dass er Kopp nie persönlich getroffen habe, sondern lediglich musikalisch mit ihm verbunden war. Dennoch zieht er klare Konsequenzen: „Ich habe beschlossen, die Veröffentlichung, an der wir gemeinsam gearbeitet haben, von allen Online-Plattformen zu entfernen.“
Auch die bisher erzielten Einnahmen will er spenden, um Organisationen zu unterstützen, die Frauen nach Gewalterfahrungen helfen. Damit wird ein Track aus dem elektronischen Repertoire gestrichen, noch bevor er in der Szene tiefer Fuß fassen konnte.
Während Kopp mit den schweren Vorwürfen konfrontiert ist, zeigen die Reaktionen, dass Gewalt in der Club- und Technoszene nicht hingenommen wird. Casual Treatment schließt sein Statement mit den Worten: „Ich lehne Missbrauch entschieden ab und stehe hinter denjenigen, die den Mut haben, sich zu äußern.“
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